Kindheit, Jugend und Medien

cover

Medienhandeln in Hauptschulmilieus

Mediale Interaktion und Produktion als Bildungsressource

München 2008, 254 Seiten
ISBN 978-3-86736-054-8
18,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Im Verlagsprogramm unter

Produktbeschreibung

Die Studie „Medienhandeln in Hauptschulmilieus“ untersucht systematisch die Medienaneignung von Hauptschülerinnen und Hauptschülern in Deutschland. Der Fokus liegt auf kommunikativen, spielorientierten und produktiven Umgangsweisen mit Computer, Internet, Spielkonsole und Handy: Sich austauschen und Beziehungen pflegen in Communities oder über Instant Messenger, am Computer spielen und sich kreativ mit Fotos und Videos beschäftigen ist für diese Zielgruppe selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags. In ihrer Medienaneignung wird deutlich, wo die Ressourcen für einen selbstbestimmten Medienumgang, für die Teilhabe an der sozialen Welt und für die Erweiterung von Fähigkeiten liegen, die ihrerseits für Bildungsprozesse nutzbar gemacht werden können.

Die Studie hat mit ihrer ressourcenorientierten Perspektive und ihren zielgruppengerechten Methoden grundlegende Vorarbeit geleistet, der weitere Schritte folgen müssen. Mit den empirisch verankerten Handlungsempfehlungen bietet sie eine hervorragende Ausgangsbasis für die Entwicklung konkreter Konzepte und Angebote für die Bildungsarbeit und einen Schlüssel zur Öffnung neuer «Lernorte», in denen Jugendliche aus Hauptschulmilieus ihre Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang einbringen und zugleich erweitern können. Bleibt zu wünschen, dass einige der vorgestellten Ansätze und Ideen von verantwortlicher Seite auch realisiert werden.
www.medienpaed.com (Claudia Lampert)
 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort


Teil I
Ressourcenorientierte Zugänge zum Medienhandeln von
bildungsbenachteiligten Heranwachsenden

Ulrike Wagner, Peter Gerlicher, Christa Gebel

1 Ausgangspunkte der Studie
1.1 Die Zielgruppe: Heranwachsende aus bildungsbenachteiligten Milieus
1.2 Bildungsressourcen im Medienhandeln Heranwachsender
1.3 Aneignung multifunktionaler Medien durch Heranwachsende aus bildungsbenachteiligten Milieus

2 Grundlagen und Prinzipien der Untersuchung
2.1 Forschungsfragen und Ziele
2.2 Methodische Prinzipien

3 Aufbau der Untersuchung
3.1 Auswahl der Erhebungsorte und Zusammenstellung der Stichprobe
3.2 Inhaltliche Schwerpunkte
3.2 Auswahl der Methoden

4 Umsetzung
4.1 Erhebungsteile und -instrumente
4.1.1 Teilstandardisierte Befragung
4.1.2 Befragung der Lehrkräfte
4.1.3 Qualitative Vertiefungen
4.2 Auswertung
4.2.1 Auswertung der teilstandardisierten Befragung
4.2.2 Ãśberblick über die qualitativen Daten
4.2.3 Auswertung der Handlungsschwerpunkte
4.2.4 Auswertung der Rollenspiele
4.2.5 Auswertung der Assoziationsspiele


Teil II
Der Umgang von Hauptschülerinnen und Hauptschülern
mit multifunktionalen Medien


1 Die realisierte Stichprobe
Peter Gerlicher
1.1 Ãśberblick
1.2 Lebenslagen und Kontexte

2 Die teilstandardisierte Befragung zur Nutzung multifunktionaler Medien
Christa Gebel
2.1 Nutzung, Zugang und Besitz
2.1.1 Computer und Internet
2.1.2 Handy
2.1.3 Spielkonsole
2.2 Tätigkeiten an multifunktionalen Medien
2.2.1 Kommunizieren
2.2.2 Spielen
2.2.3 Rezipieren
2.2.4 Produzieren
2.2.5 Informieren im Internet
2.3 Nutzungs- und tätigkeitsorientierte Cluster
2.3.1 Multifunktionale Medien wenig in Gebrauch
2.3.2 Auf das Handy zentriert
2.3.3 Auf das Chatten zentriert
2.3.4 Mit multifunktionalen Medien spielen und mehr
2.3.5 Multifunktionale Medien vielseitig in Gebrauch

3 Die vertieften Handlungsschwerpunkte Spielen, Kommunizieren und Produzieren
Susanne Eggert, Christa Gebel, Ulrike Wagner
3.1 Handlungsschwerpunkt Spielen
3.1.1 Thematisierte Angebote
3.1.2 Charakteristika der Angebote
3.1.3 Motive
3.1.4 Gebrauchsweisen
3.1.5 Bewertung von Realitätsbezügen
3.1.6 Reflexionsansätze
3.1.7 Zusammenfassung
3.2 Handlungsschwerpunkt Kommunizieren
3.2.1 Thematisierte Angebote
3.2.2 Charakteristika des Angebots
3.2.3 Spektrum der Nutzung
3.2.4 Motive für die Zuwendung
3.2.5 Gebrauchsweisen
3.2.6 Bewertung und Reflexion
3.2.7 Zusammenfassung
3.3 Handlungsschwerpunkt Produzieren
3.3.1 Thematisierte Angebote
3.3.2 Charakteristika des Angebots
3.3.3 Spektrum der Nutzung
3.3.4 Motive
3.3.5 Gebrauchsweisen
3.3.6 Bewertungen und Reflexion
3.3.7 Zusammenfassung

4 Kompetenter Medienumgang aus Sicht der Heranwachsenden
Niels Brüggen
4.1 Bedeutung der Medien aus Sicht der Befragten
4.1.1 Computer und Internet
4.1.2 Handys
4.1.3 Spielkonsolen
4.2 Notwendige Fähigkeiten und Kenntnisse aus Sicht der Befragten
4.2.1 Fähigkeiten und Kenntnisse mit Blick auf das Medienhandeln
4.2.2 Fähigkeiten und Kenntnisse mit Blick auf Risiken und Probleme
4.3 Einschätzung der Ergebnisse
4.3.1 Auffälligkeiten in den Kompetenzvorstellungen der Heranwachsenden
4.3.2 Kompetenzvorstellungen im Abgleich mit dem beobachteten Medienhandeln
4.3.3 Kompetenzvorstellungen im Abgleich mit einem pädagogischen Medienkompetenzbegriff

5 Multifunktionale Medien in den Lebenswelten von Hauptschülerinnen und Hauptschülern
Ulrike Wagner
5.1 Die Sicht der Befragten auf die Medienwelt
5.1.1 Virtuelle Welten als Dorfplätze
5.1.2 Virtuelle Welten als Informationsbörsen
5.1.3 Virtuelle Welten als „Leistungsarenen“
5.1.4 Virtuelle Welten als Bedrohung
5.1.5 Virtuelle Welten als Marktplätze
5.2 Ankerpunkte für das Medienhandeln
5.2.1 Das soziale Umfeld ist Hauptbezugspunkt für das eigene Medienhandeln
5.2.2 Präsentative Ausdrucksformen sind Mittel und Orientierungspunkt für das eigene Medienhandeln
5.2.3 Strukturen und Regeln geben Sicherheit für die Wege durch virtuelle Welten
5.3 Lebensgestaltung mit multifunktionalen Medien
5.3.1 Suche nach selbstbestimmten Freiräumen
5.3.2 Soziale Beziehungen gestalten und erproben
5.3.3 Teilhabe an der sozialen Welt


Teil III
Pädagogische Konsequenzen

Niels Brüggen, Ulrike Wagner

1 Ansatzpunkte im Medienhandeln bildungsbenachteiligter Heranwachsender für Bildungsprozesse
1.1 Enge Bindung an das soziale Umfeld als Ansatzpunkt für die Erweiterung von Fähigkeiten
1.2 Präsentative Ausdrucksformen und ihr Potenzial für Bildungsprozesse
1.3 Zugangsweisen zu medialer Information als Ansatzpunkt für Bildungsprozesse
1.4 Spontanes und unbefangenes Herangehen als Basis für medienpädagogische Arbeit
1.5 Vorliebe für strukturierte Angebote als Startpunkt für produktives Medienhandeln

2 Problemaspekte in der Medienwelt

3 Fazit


Literatur