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Wie verstehen Kinder Maschinen und Computer?

Eine empirische Studie mit Konsequenzen für Pädagogik und Softwareentwicklung

München 1998, 286 Seiten
ISBN 978-3-929061-92-5
19,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Produktbeschreibung

Wie verstehen aber Kinder Maschinen und Computer? Kann Computereinsatz auf der Grundlage des kindlichen Verständnisses überhaupt legitimiert werden? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Softwaregestaltung?
Das Buch versucht, auf der Grundlage einer empirischen Untersuchung Antworten zu finden und für die Computerpädagogik wichtige Aspekte zu liefern, denn erst durch die Erlangung grundlegender Kenntnisse über das Maschinenverständnis von Kindern können wirksame pädagogische Entscheidungen getroffen werden.
Nach einer historischen Einordnung des Computereinsatzes in die allgemeine Diskussion um die Technisierung des Unterricht widmet sich die Autorin im Hauptteil ihrer Arbeit der empirischen Untersuchung und ihren Ergebnissen. Eine abschlieÃźende Diskussion aktueller Software vor dem Hintergrund medienpädagogischer Ziele und den Ergebnissen dieser Arbeit offenbart die Notwendigkeit didaktischer Konsequenzen bezüglich Programmentwicklung und Unterrichtsgestaltung.
(„Die letztlich nicht zu unterschätzende Bedeutung (der) Studie besteht darin, daÃź mit den gewonnenen Einsichten in das kindliche Maschinen- und Computerverständnis überhaupt erst adäquate pädagogische und didaktische MaÃźnahmen für die Grundschule auf den Weg gebracht werden könenn.“ Multimedia)
 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung


2. Die Technisierung des Unterrichts

2.1 Der LernprozeÃź als technischer Vorgang

2.1.1 Philosophische und lerntheoretische Grundlagen

2.1.1.1 Der neue Mechanismus als philosophische Grundlage

2.1.1.2 Der Behaviorismus in der Tradition des Mechanismus

2.1.2 Die Bedeutung technischer Lernmodelle für den Unterricht


2.2 Der Einsatz datenverarbeitender Medien für Lernzwecke

2.2.1 Pressey's Gerät zum Testauswerten und Lehren

2.2.2 Die Lehrmaschine von Skinner

2.2.3 Der Programmierte Unterricht in der BRD



3. Die Methode der Untersuchung

3.1 Das Forschungsdesign

3.1.1 Entwicklungspsychologische Aspekte

3.1.2 Die Pilotstudie

3.1.3 Die Hauptuntersuchung

3.1.3.1 Die Gruppendiskussionen

3.1.3.2 Die Einzelinterviews

Exkurs: Philosophische Gespräche mit Kindern


3.2 Die Analyse der Untersuchung


3.3 Die Validität der Untersuchung

3.3.1 Störfaktoren der internen Validität

3.3.2 Störfaktoren der externen Validität


3.4 Zitierweise bei der Analyse



4. Das Maschinenverständnis von Kindern

4.1 Die drei Typen des Maschinenverständnisses

4.1.1 Der anthropomorphe Typ (Typ 1)

4.1.1.1 Begriffsbildung nach dem einfachen Komponentenmodell

4.1.1.2 Geringe Kenntnis von Maschinenkomponenten - Maschine als Einheit

4.1.1.3 Der Antrieb als Nahrung der Maschine

4.1.1.4 Implizite Unterscheidungsfähigkeit zwischen Werkzeug und Maschine

4.1.1.5 Fehlende Differenzierung in verschiedene Maschinentypen

4.1.1.6 Ãśbertragung physischer Attribute

4.1.1.7 Ãśbertragung psychischer Attribute

4.1.1.8 Annahme kognitiver Fähigkeiten


4.1.2 Der prototypizistische Typ (Typ 2)

4.1.2.1 Begriffsbildung nach dem Prototypenmodell

4.1.2.2 Kenntnis mehrerer Maschinenkomponenten

4.1.2.3 Funktion des Antriebs als Katalysator

4.1.2.4 Unterscheidungsfähigkeit zwischen Werkzeug und Maschine aufgrund des Antriebs

4.1.2.5 Differenzierung von Maschinen nach Funktion

4.1.2.6 Ablehnung physischer Attribute

4.1.2.7 Ãśbertragung psychischer Attribute

4.1.2.8 Kognitive Fähigkeiten bei 'intelligenten' Maschinen


4.1.3 Der distanziert-elaborierte Typ (Typ 3)

4.1.3.1 Begriffsbildung nach der Kognitionstheorie

4.1.3.2 Kenntnis variabler und invariabler Komponenten

4.1.3.3 Kennntis verschiedener Antriebsarten und deren Funktion

4.1.3.4 Explizite Unterscheidungsfähigkeit zwischen Werkzeug und Maschine

4.1.3.5 Differenzierung der Maschinen nach Funktion und Antrieb

4.1.3.6 Ablehnung physischer Attribute

4.1.3.7 Ablehnung psychischer Attribute

4.1.3.8 Ablehnung kognitiver Fähigkeiten


4.2 Die Dimensionen des kindlichen Maschinenverständnisses

4.2.1 Der Maschinenbegriff (Maschinendefinitionen)

4.2.1.1 Psychologisch-sprachliche Aspekte

4.2.1.2 Technische Aspekte

4.2.1.3 Bildung des Maschinenbegriffs bei Kindern

4.2.2 Kenntnis verschiedener Maschinenkomponenten

4.2.3 Funktionen des Maschinenantriebs

4.2.4 Unterscheidungsfähigkeit zwischen Werkzeug und Maschine

4.2.5 Differenzierung in verschiedene Maschinentypen

4.2.6 Physische Attribute bei Maschinen

4.2.7 Psychische Attribute bei Maschinen

4.2.8 Kognitive Fähigkeiten bei Maschinen

4.2.9 Die drei Ebenen des Maschinenverständnisses


4.3 Das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine

4.3.1 Die Rolle des Menschen im technischen Zeitalter

4.3.2 Der Mensch als Maschine



4.4 Zusammenfassung



5. Das Computerverständnis von Kindern

5.1 Computerbesitz und -nutzung

5.1.1 Computerbesitz innerhalb der Familie

5.1.2 Nutzung des Computers


5.2 Die drei Typen des Computerverständnisses

5.2.1 Der anthropomorphe Typ (Typ 1)

5.2.1.1 Begriffsbildung im Anfangsstadium

5.2.1.2 Geringe Kenntnis von maschinellen Komponenten

5.2.1.3 Vergleich: Der Computer als höherwertige Maschine

5.2.1.4 Elektrizität als Katalysator für die Computeraktivität

5.2.1.5 Speicherfunktion: Hoher EinfluÃź bekannter Programme

5.2.1.6 Ãśbertragung psychischer Attribute

5.2.1.7 Ãśbertragung einiger kognitiver Fähigkeiten


5.2.2 Der prototypizistische Typ (Typ 2)

5.2.2.1 Prototypizität bei der Begriffsbildung

5.2.2.2 Der Bildschirm als zentrale Komponente

5.2.2.3 Vergleich: Bewertung nach persönlichen Bedürfnissen

5.2.2.4 Elektrizität als notwendige Energieform

5.2.2.5 Der Speichervorgang - Tätigkeiten des Nutzers entsprechen der Speicherung

5.2.2.6 Ãśbertragung psychischer Attribute im aktiven Zustand

5.2.2.7 Der Computer als merkfähige ('schlaue') Maschine


5.2.3 Der distanziert-elaborierte Typ (Typ 3)

5.2.3.1 Vorangeschrittene Begriffsbildung

5.2.3.2 Kenntnis mehrerer wichtiger Komponenten

5.2.3.3 Vergleich: Der Computer als gleichwertige Maschine

5.2.3.4 Funktion der Elektrizität: Antrieb

5.2.3.5 Vergleich des Speicherns mit anderen Funktionen

5.2.3.6 Ablehnung psychischer Attribute

5.2.3.7 Ablehnung kognitiver Fähigkeiten


5.3 Die Dimensionen des Computerverständnisses

5.3.1 Einordnung des Computers als Maschine

5.3.1.1 Der konventionelle Computerbegriff

5.3.1.2 Bildung des Computerbegriffs bei Kindern

5.3.2 Kenntnis von Computerkomponenten

5.3.3 Vergleich zwischen Maschine und Computer

5.3.4 Funktion der Elektrizität

5.3.5 Speicherfunktion des Computers

5.3.6 Psychische Attribute bei Computern

5.3.7 Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten


5.4 Das Verhältnis zwischen Mensch und Computer

5.4.1 Der Vergleich zwischen Mensch und Computer

5.4.2 Die Rolle des Computers im Leben der Kinder


5.5 Zusammenfassung



6. Lernen mit Computern in der Grundschule

6.1 Der medienpädagogische Rahmen


6.2 Unterrichtsformen und -methoden beim Einsatz von Computern

6.2.1 Die Didaktik des computerunterstützten Unterrichts

6.2.2 Die Didaktik des computergestützten Unterrichts

6.2.3 Die Didaktik des computergesteuerten Unterrichts


6.3 Computerprogramme für die Grundschule

6.3.1 Ãśbungsprogramme

6.3.1.1 Drill&Practice-Programme

6.3.1.2 Tutorielle Lernsysteme

6.3.1.3 Spielerische Lernprogramme

6.3.1.3.1 Spielszenen als zusätzliche Unterhaltung

6.3.1.3.2 Spielszenen in den Lerninhalt integriert

6.3.1.3.3 Spiel und Lerninhalt als Einheit

6.3.2 Simulationsprogramme

6.3.3 Hypermedia-Lernumgebungen

6.3.3.1 Die Werkzeuge der Hypermedia-Lernumgebungen

6.3.4 Werkzeuge zum Schreiben und Zeichnen

6.3.4.1 Textverarbeitungssysteme für Kinder

6.3.4.2 Graphikprogramme für Kinder

6.3.5 Die Programmiersprache LOGO


6.4 Fazit



7. Computerpädagogische Knsequenzen

7.1 Methodisch-didaktische Konsequenzen

7.1.1 Konsequenzen für den anthropomorphen Typ

7.1.2 Konsequenzen für den prototypizistischen Typ

7.1.3 Konsequenzen für den distanziert-elaborierten Typ


7.2 Konsequenzen für die Gestaltung schulischer Software

7.2.1 Das Handling

7.2.2 Die Benutzeroberfläche

7.2.3 Eingabewerkzeuge

7.2.4 Inhalte schulischer Software


7.3 SchluÃźbetrachtung



8. Literatur