Kindheit, Jugend und Medien

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Von der „Filmerziehung“ zur „Medienkompetenz“

medien + erziehung (merz) spiegelt die Entwicklung der Medienpädagogik. Beiträge aus vierzig Jahren, ausgewählt und kommentiert von Erwin Schaar

München 1999, 272 Seiten
ISBN 978-3-934079-00-7
18,50 EUR
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Produktbeschreibung

„medien + erziehung“ hat die Medienpädagogik seit fast fünfzig Jahren begleitet. DaÃź jetzt ein Ãśberblick über die wichtigsten theoretischen AnstöÃźe, die von den AutorInnen in dieser Zeitschrift gegeben wurden, erscheint, hängt aber nicht nur damit zusammen, daÃź die bundesdeutsche Medienpädagogik mit dem JFF 50 Jahre alt wird, sondern auch damit, daÃź wichtige theoretische Erkenntnisse und auch wichtige empirische Befunde aus dem vergangenen Jahrzehnten ihren Stellenwert behalten haben, ja mehr noch, daÃź es die heutige Diskussion nur befruchten kann, wenn sie auf schon auf Gedachtes, sorgfältig ErfaÃźtes und auch sorgfältig Argumentiertes zurückgreift.
„medien + erziehung“ hat die Geschichte der Medienpädagogik mitgeschrieben und sie hat die wichtigsten DenkanstöÃźe dieser Disziplin veröffentlicht. Nicht alle diese DenkanstöÃźe können in dieser Zusammenstellung wiedergegeben werden - man sollte sich ruhig einmal die alten Hefte in der Bibliothek ausleihen. Die Auseinandersetzung mit Theorie und Empirie der Medienpädagogik macht deutlich, daÃź schon vieles beantwortet ist, aber auch, daÃź es viele Fragen gibt, denen weiter nachgegangen werden muÃź.
Will einer seiner Zeit und den Anforderungen der heutigen Mediengesellschaft reflektierend und kritisch gerecht werden, so braucht er die Hilfe der Theorie, und diese ist meist schon gedacht - wird heute nur weitergedacht. Es ist nur möglich, Geschichte der Medienpädagogik zu schreiben, wenn man auf Geschichte aufbaut und nicht so tut, als seien die Medien, die Medientheorie und die Medienforschung etwas Neues, Modernes, nie Dagewesenes, gerade Erfundenes.
 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort (Bernd Schorb)


Zur Einführung



Wirtschaftswunder und Restauration:
Die Medienentwicklung als Verunsicherung und Herausforderung

Die Fragen nach der Wirkung und Beeinflussung

Martin Keilhacker:

Der Wirklichkeitscharakter des Filmerlebens bei Kindern und Jugendlichen (1/57)


Anton Neuhäusler:

Verrohung durch Filme (4/59)


Margarete Keilhacker:

Entwicklungspsychologische Gesichtspunkte zur Beurteilung von Kindersendungen (3/63)


Annelise Fechner-Mahn:

Fernsehprogramme für Kleinkinder? (1/69)


Die Bemühungen um eine Film- und Fernseherziehung


Siegfried Mohrhof:

Gedanken zur Begründung der Filmerziehung als Prinzip zeitgemäÃźer Pädagogik (1/61)


Paul Heimann:

Film, Funk, Fernsehen in der Lehrerbildung (1/61)


Walter Tröger:

Film- und Fernseherziehung im Rahmen der gegenwärtigen Pädagogik (3/67)


Hoffnung: Medien als Vermittler von Bildung

Joseph Rovan:

Die Mittlerrolle des Fernsehens in Erziehung, Bildung und Kultur (2/63)


Erich Wasem:

Der Film als Mittler sozialen Verhaltens (4/63)


Johannes Zielinski:

Die Dienstfunktion des Fernsehfunks im Bereich

des öffentlichen Erziehungs- und Bildungswesens (2/64)


Martin Keilhacker:

Der Mensch von heute in der Welt der Information (3/68)


Umbrüche in Politik und Gesellschaft:
die Auseinandersetzung um eine neue Pädagogik

Ideologie oder Emanzipation?

Joschi Kazda, Ali Müller und Bernward Wember:

Medien und Gesellschaft (2-3/71)


Walter Tröger:

Totale Medienpädagogik. Kritische Anmerkungen zu einem marxistischen Ansatz (5-6/71)


Filmgruppe NaunynstraÃźe:

Zu unserem Kinderfilm "Kohlen für die NaunynstraÃźe (Teil 1)" (4/71)



Diskussion um die medienpädagogische Richtung

Franz Zöchbauer:

Von der Medienerziehung zur Kommunikationserziehung (1/74)


Bernhard ClauÃźen:

Kommunikation und politische Sozialisation.

Zur Kritik des Ansatzes von Franz Zöchbauer (3/74)


merz-Diskussion: "Medienpädagogik" - was ist das?

Thesen und Stellungnahmen von Götz Dahlmüller, Franz Dröge, Horst Holzer,

Alfons Otto Schorb, Erich Wasem, Bernd Schorb (2 und 3/76)



Die Entdeckung des gesellschaftsbezogenen Subjekts:
Betonung der Handlungskompetenz

Der Rezipient wird eigenständiger gesehen


Wolfgang von Fumetti und Joachim Gerloff:

DIREKT - Ein Magazin mit Beiträgen junger Zuschauer (1/75)


Helga Theunert und Fred Wimmer:

Auseinandersetzung mit der "Gewalt im Fernsehen".

Kritik vorhandener Ergebnisse und Darstellung einer Alternative (4/78)


Margret Köhler:

Alternative Videoarbeit - Suche nach neuem Selbstverständnis? (1/80)



Neue Medien erzeugen neue Verunsicherung

merz-Diskussion: Neue Medien und die Pädagogik

- Neue Medien - alte Pädagogik (Bernd Schorb)

- Stellungnahmen von Franz Dröge / Narciss Göbbel (2/81), Dieter Baacke (4/81)


merz-Diskussion: Hat die Medienpädagogik eine Chance, die "Neuen Medien" in den Griff zu bekommen?

Thesen und dazu Stellungnahmen von Hans Schiefele (6/84), Alphons Silbermann, Dorothee Wilms (1/85)


Helmut Voullième:

Medientechnologie gegen Lebenswirklichkeit (3/86)



Die Mediengesellschaft:
die Medienpädagogik entwickelt Profil

Medien nicht Gegner, sondern Lebenswirklichkeit

Bernd Schorb:

Berufsbild, Berufsfeld, Arbeitsfeld? Was sollen, können und sind

Medienpädagogen, wer braucht sie und wer will sie? (1/89)


merz-Diskussion: Vierzige Jahre Medienpädagogik

- Thesen von Bernd Schorb (5/89)

- Dieter Baacke: Die Medienpädagogik -

ein McGuffin, Sisyphos, Herkules, oder...? (6/89)


Erich Mohn:

Gegenöffentlichkeit, Medien und kommunikative Kompetenz.

Ein Gespräch mit Oskar Negt über "Öffentlichkeit und Erfahrung" (5/90)


Helga Theunert:

Multi-Medienpädagogik. Perspektiven aus wissenschaftlicher Sicht (1/96)


merz-Diskussion:

- Bernd Schorb: Multi-Media-Pädagogik?! (4/96)

- Dieter Baacke: Medienkompetenz als Entwicklungs-Chance (4/96)



Anhang


Bernward Wember:

Filmische Fehlleistungen. Ideologische Implikationen des Dokumentarfilms

"Bergarbeiter im Hochland von Bolivien"

Protokoll des Dokumentarfilms "Bergarbeiter im Hochland von Bolivien"




Autorinnen und Autoren