Kindheit, Jugend und Medien

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Extrawelt oder klassischer Journalismus?

Eine medienpädagogische Analyse regionaler kinderadressierter Zeitungsteile

München 2013, 245 Seiten mit zahlr. farb. Abbildungen
ISBN 978-3-86736-288-7
18,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

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Produktbeschreibung

Der Themenkomplex „Kinder und Zeitungen“ hat in den letzten Jahren ein verstärktes Interesse seitens der Zeitungsverlage und der Schulen in Deutschland auf sich gezogen. Dabei ist aber auf der Seite erziehungswissenschaftlicher, speziell auch medienpädagogischer, und kommunikationswissenschaftlicher Forschung an bestimmter Stelle ein nahezu vollständiges Defizit festzustellen: Wohl finden sich grundsätzliche Ãśberlegungen zur möglichen Bedeutung der Zeitungslektüre für Kinder und ebenfalls zur Bedeutung der Kinder für den Fortbestand des Mediums‚Regionale Tageszeitung‘. Weithin unberücksichtigt geblieben sind jedoch bislang die in den meisten Tageszeitungen mittlerweile gängigen, an Kinder gerichteten Zeitungsteile selbst.

Die vorliegende Arbeit soll diese Forschungslücke durch eine medieninhaltsanalytische Behandlung ausgewählter kinderadressierter Zeitungsteile schlieÃźen. Auf der Grundlage einer explorativen, vergleichenden Analyse verschiedener Zeitungsteile wird gezeigt, was ein gutes Angebot ausmacht. Dabei werden gängige journalistische Qualitätskriterien unter Berücksichtigung pädagogischer Ãśberlegungen für kinderadressierte Zeitungsteile ‚übersetzt‘. Es steht die Frage im Vordergrund, durch welche konkreten MaÃźnahmen journalistischen Standards in der Kindertagespresse entsprochen werden kann.
 

Inhaltsverzeichnis

1 Aufriss

1.1 Forschungsstand

1.2 Leitfrage und Ziel der Arbeit

1.3 Vorgehensweise


2 Praktische Bemühungen im Schnittfeld ‘Kinder und Zeitung’

2.1 Schülerzeitungen

2.2 Projekte: Zeitung in der Schule

2.3 Kinderadressierte Zeitungsteile
2.3.1 Geschichte, Entwicklung
2.3.2 Definition
2.3.3 Kurzer Marktüberblick – Konzepte, Beispiele
2.3.4 Vergleich Ausland


3 Kinder und Zeitungen – Chancen und Herausforderungen

3.1 Pädagogische Perspektive
3.1.1 Warum sind Zeitungen für Kinder wichtig?
3.1.1.1 Lesenlernen mit der Zeitung
3.1.1.2 Information, Wissen und Interesse zum Welt-,
Lokal- und Zeitgeschehen
3.1.2 Herausforderungen aus pädagogischer Sicht

3.2 Journalistische Perspektive
3.2.1 Zeitung – Begriffsbestimmung
3.2.1.1 Zeitungstypen
3.2.1.2 Klassische Bestandteile
3.2.1.3 Medienökonomische Besonderheiten der Zeitung
3.2.2 Warum sind Kinder für Zeitungen wichtig?
3.2.2.1 Die öffentliche Aufgabe des Journalismus
3.2.2.2 Entwicklungen auf dem deutschen Zeitungsmarkt
3.2.3 Herausforderungen aus journalistischer Sicht
3.2.3.1 Asymmetrisches Verhältnis zwischen Kommunikator
und Rezipient
3.2.3.2 Spezielle Zielgruppe
3.2.3.3 Personalsituation in Redaktionen

3.3 Differenzen und Schnittpunkte


4 Journalistische Qualitätsansprüche

4.1 Die Debatte um journalistische Qualität

4.2 Vorstellung ausgewählter Kriterien
4.2.1 Vielfalt
4.2.2 Aktualität
4.2.3 Relevanz
4.2.4 Richtigkeit
4.2.5 Verständlichkeit
4.2.5.1 Textverständlichkeitsforschung
4.2.5.2 Kognitionspsychologische Ansätze

4.3 Besonderheiten bei der Zielgruppe ‘Kinder’
4.3.1 Relevanz
4.3.2 Richtigkeit
4.3.3 Verständlichkeit

4.4 Ausblick


5 Explorative Inhaltsanalyse

5.1 Vorüberlegungen zum Forschungsprozess

5.2 Die Datenerhebung
5.2.1 Auswahl des Materials
5.2.1.1 Auswahl der kinderadressierten Zeitungsteile
5.2.1.2 Auswahl der Einzelartikel
5.2.2 Untersuchung des Entstehungskontextes

5.3 Weiteres Vorgehen


6 Beschreibung der untersuchten Zeitungsteile

6.1 Entstehungskontext

6.2 Umfang und Erscheinungsweise

6.3 Erscheinungsbild

6.4 Textuelle Darstellungsformen

6.5 Themenauswahl

6.6 Kontaktmöglichkeit zur Redaktion

6.7 Werbung, Anzeigen


7 Qualität in kinderadressierten Zeitungsteilen

7.1 Vielfalt
7.1.1 Makroebene
7.1.1.1 Themenspektrum
7.1.1.2 Darstellungsformen
7.1.1.3 Agenturen- und Autorenvielfalt
7.1.1.4 Gesamtanalyse
7.1.2 Mikroebene: Vielfalt an Meinungen

7.2 Aktualität
7.2.1 Makroebene
7.2.1.1 Themenwahl
7.2.1.2 Erscheinungsturnus
7.2.2 Mikroebene: Herstellung eines aktuellen Bezugs

7.3 Relevanz
7.3.1 Makroebene: Themenwahl
7.3.2 Mikroebene: Bezug zur kindlichen Lebenswelt

7.4 Richtigkeit
7.4.1 Makroebene
7.4.1.1 Kennzeichnung der Werbung als solcher
7.4.1.2 Quellentransparenz
7.4.2 Mikroebene
7.4.2.1 Vollständige Informationen
7.4.2.2 Vermeidung von verdeckter Einflussnahme

7.5 Verständlichkeit
7.5.1 Makroebene
7.5.1.1 Format
7.5.1.2 Erscheinungsbild
7.5.2 Mikroebene
7.5.2.1 Textaufbau und -kohärenz
7.5.2.2 Bilder
7.5.2.3 Sprache

7.6 Rückblick


8 Fazit

8.1 Zusammenfassung und zentrale Ergebnisse

8.2 Weitere Forschungsfragen

8.3 Kritisches Resümee


Anhang

A Ergebnisse auf der Makroebene
A.1 Untersuchte Zeitungen
A.2 Erscheinungsweise und Art
A.3 Textuelle Darstellungsformen

B Auflistung der einzelnen Zeitungsartikel
B.1 Artikel im Umfeld der FuÃźball-Weltmeisterschaft
B.2 Artikel aus dem politischen Ressort
B.3 Artikel zur Öl-Katastrophe in den USA