Gesellschaft - Altern - Medien

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Das alternde unternehmerische Selbst

Der Stellenwert von Medien in Prozessen der Identitätsarbeit alternder Unternehmer/innen

Band 7, München 2016, 212 Seiten
ISBN 978-3-86736-177-4
19,80 EUR
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Produktbeschreibung

Die Konturen postmoderner Gesellschaften sind wesentlich von den demografischen Entwicklungen dieser Zeit gezeichnet. Die gesellschaftliche Alterung stellt neue Anforderungen nicht nur an das Gesundheitswesen und die gesetzliche Rentenversicherung, sondern hat auch weitreichende Konsequenzen für die Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsstrukturen westlicher Erwerbsarbeitsgesellschaften. Die Folgen des demografischen Wandels für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationsfähigkeit werden derzeit ebenso energisch wie kontrovers diskutiert. Das kalendarische Alter, das lange Zeit als unhinterfragte Richtschnur der arbeitskraftbezogenen Leistungszuweisung galt, wird fragwürdig. Die gestiegene Lebenserwartung ist mit einer deutlichen Ausdehnung der Altersphase verbunden. Personen, die heute aus dem Erwerbsleben ausscheiden, sehen in der Regel noch einer langen Lebenszeit entgegen. Andererseits ist infolge der Individualisierungs- und Pluralisierungstendenzen der vergangenen Dekaden eine ausgesprochen groÃźe Varianz und Diversität des Alters entstanden. Mit dieser Vielfalt sind neue Altersbilder und mit ihnen neue Vorstellungen vom Verhältnis Arbeit und Alter verbunden.

Wie aber verändern die neuen Altersbilder die Selbstwahrnehmung und Weltbegegnung des Menschen im höheren Lebensalter? Wie verändert es ihre Sicht auf Arbeit und Ruhestand? Die Publikation geht diesen Frage nach, indem sie eine Akteursgruppe in den Blick nimmt, die von dieser Frage seit jeher auf besondere Weise tangiert ist: Unternehmer/-innen in Familienunternehmen.
 

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung


1 Einleitung und Problemstellung

1.1 Problemhorizont und forschungsleitende Fragestellung der Arbeit

1.2 Stand der Forschung im Gegenstandsbereich

1.3 Anlage der Arbeit


2 Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Vom passiven Ruhestand zum aktiven Altern. Paradigmen der sozialwissenschaftlichen Alter(n)sforschung
2.1.1 Altern als Rückzug. Die Disengagement-Theorie
2.1.2 Altern als Suche nach neuen Aufgaben. Die Aktivierungstheorie
2.1.3 Altern als Gewinn. Die Kompetenztheorie

2.2 Altern als individuelle Erzählung. Die biografische Perspektive
2.2.1 Der Ãśbergang in den Ruhestand als bedeutungsoffene Statuspassage
2.2.2 Identitätsarbeit als lebenslanger und interaktiver Prozess
2.2.3 Identitätsarbeit als biografische Selbstthematisierung

2.3 Medien und biografische Selbstreflexion
2.3.1 Biografien als Kontext der Medienaneignung
2.3.2 Medien als Ressourcen lebensweltlicher Orientierung
2.3.3 Medien als Anlässe biografischer Verarbeitung

2.4 Unternehmer als Akteure in zeitgenössischen Erwerbsgesellschaften
2.4.1 Der Homo oeconomicus – Konturen des unternehmerischen Habitus
2.4.2 Familienunternehmen. Spezifika einer Sonderform
2.4.3 Unternehmerbilder in den Medien


3 Methodologie und Methoden der Studie

3.1 Methodologie: Das kontextuelle Verstehen der Medienaneignung
3.1.1 Theoretische Grundlagen
3.1.2 Prämissen und Prinzipien des Ansatzes
3.1.3 Anwendung. Zur Anlage der eigenen Studie

3.2 Methodischer Zugang I. Die Medienanalyse
3.2.1 Das Untersuchungsmaterial
3.2.2 Orientierende Mediensichtung
3.2.3 Problemzentrierte Medienanalyse

3.3 Methodischer Zugang II. Die Aneignungsstudie
3.3.1 Die Untersuchungsgruppe
3.3.2 Erhebung: Das narrativ-biografische Interview
3.3.3 Auswertung 1: Die qualitative Fallanalyse
3.3.4 Auswertung 2: Die funktionale Medienanalyse
3.3.5 Zusammenführung der Untersuchungsschritte und interpretative Gesamtauswertung


4 Die Ergebnisse der Studie

4.1 Das Bild des alternden Unternehmers in den Medien. Die Ergebnisse der Medienanalyse
4.1.1 Darstellungsformen und thematische Kontexte
4.1.2 Folgerungen

4.2 Der Stellenwert der Medien für das alternde unternehmerische Selbst. Die Ergebnisse der Aneignungsstudie
4.2.1 Fallberichte
4.2.2 Fallübergreifende Gesamtauswertung
4.2.3 Folgerungen


5 Quellenverzeichnis


6 Literatur