Zeitschrift kjl&m | Einzelausgaben

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Lyrik für Kinder, Jugendliche und andere Leute

kjl&m 26.2 | forschung.schule.bibliothek

München 2026 (Mitte Mai), 100 Seiten
12,00 EUR
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Produktbeschreibung

Lyrik kann auf Seiten der Rezipient*innen Vergnügen bereiten, zur Nachahmung und zu Reflexionsprozessen anregen, ästhetische Wahrnehmung ermöglichen, wenn es hochkommt, ästhetische Erfahrung. Sie kann aber auch, so berichteten mir unzählige Deutschstudierende, abschreckend wirken, wenn diese auf die eigenen Unterrichtserfahrungen der weiterführenden Schulen zurückblicken und sich an Analysen erinnern, die ihnen jegliche Freude an der Gattung nahmen. Dabei beginnt die Begegnung mit Lyrik in den meisten Fällen vermutlich eher positiv, zumal sie – wie Jentgens/Karst mit Verweis auf Hans Magnus Enzensberger u. a. in Bd. 2 der Einführung in die Kinder- und Jugendmedien betonen (in: Kurwinkel/Ritter 2025, 111 ff.) – allgegenwärtig ist: Abzählreime schon für die Jüngsten liegen in allen Sprachen vor, man lernt sie im Elternhaus oder Kindergarten kennen; Fernsehformate wie Die Sendung mit der Maus nehmen Kinderlyrik wie auch Klassiker ins Programm auf oder Lyrik wird verfilmt; bekannte Autor*innen stellen ihre neuesten Gedichte auf ihre Homepages oder posten sie auf Social Media Kanälen; Jugendliche kommen vor allem über Musikrezeption mit Lyrik in Berührung, in Deutschland seit fast 30 Jahren auch über Poetry Slam. Die Liste ließe sich fortsetzen.
(Aus dem Editorial von Petra Josting)
 

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Lyrik für Kinder, Jugendliche und andere Leute

Larissa Carolin Jagdschian
Funktionsgeschichtliche und praxeologische Perspektiven visited
Zum Potential neuerer Bestimmungsversuche von Lyrik für die Gattung Kinderlyrik

Hans-Heino Ewers
„Ein Kerl, ein Held“
Anmerkungen zu Frizchens Liedern (1781) von Christian Adolf Overbeck [14]

Hartmut Hombrecher
Auswählen, Auswendiglernen, Deklamieren
Praktiken deutschsprachiger Lyrikanthologien für Kinder im 19. Jahrhundert

Karoline Sprenger
Wenn es im Lenz Winter wird – Zu Bertolt Brechts Frühling 1938

Thomas Boyken
„Es ist eine scheußliche Angewohnheit von Ihnen, immer über das Dichten zu dichten“
Der Leierkasten als poetologisches Motiv in Krüss’ Lyrik

Gunda Mairbäurl
Österreichische Kinderlyrik 1945 bis heute

Niels Penke
„Körperteil-Blues“ und „Hände waschen“
Popularität und Medialität des Kinderlieds heute

Petra Anders
Kinderlyrik im Poetry Slam – Literarisierung und Literalisierung „im Nu“

Anna Stemmann
Von Tic Tac Toe und Schwester S. zu Ikkimel
Das feministische Textsubjekt in Rap-Lyrics der 1990er-Jahre und der Gegenwart

Ines Galling
33 x Poesie – Die Lyrik-Empfehlungen für Kinder

kurz gefragt
„Ich habe zum ersten Mal bewusst erlebt, was für ein Spielplatz die deutsche Sprache sein kann“.
Interview mit Heike Nieder


Spektrum

Iulia Capros
Lesen, Lernen, Leben – Bibliotheken als dritte Orte für junge Menschen


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