Kulturelle Bildung

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Kunstpädagogik im Kontext von Ganztagsbildung und Sozialraumorientierung

Zu einer strukturellen Partizipation in der kunstpädagogischen Praxis

Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 31, München 2012, 260 Seiten
ISBN 978-3-86736-331-0
18,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Produktbeschreibung

Dieser Band widmet sich der Frage nach möglichen Bedeutungen einer aktuellen Entwicklung zur Ganztagsschule für die Kunstpädagogik. Dabei wird eine sozialräumliche Perspektive eingenommen und der Blick auf die mit der Ganztagschule ermöglichte Gestaltung von sozialen Räumen gerichtet. Mit dem sozialen Raum wird eine Dimension als zentral erachtet, die sich ästhetisch und leiblich vermittelt und die somit Bildungsprozesse auf einer impliziten Ebene strukturiert. Raum wird hierbei als soziales, durch Handlungen hervorgebrachtes Gefüge begriffen, das sich mit Bezug zu bestimmten Orten materialisiert. So können räumliche Strukturen Ermöglichungsbedingungen für partizipatorische Bildungsprozesse schaffen, z.B. in der Strukturierung von Schulräumen, Stadträumen, Medienräumen u.a.. Ganztagsschule unter sozialräumlichen Aspekten zu betrachten erscheint deswegen plausibel, da mit dem Ganztag Bildungsverbünde von schulischen und auÃźerschulischen Partnern und so kommunale Bildungslandschaften und sozialräumliche Vernetzungen in besonderer Weise gefördert werden.

Für die Kunstpädagogik ist zudem die Frage relevant, inwiefern sich hiermit Chancen für die Etablierung einer kunstnahen Bildungsarbeit in der Schule ergeben, die eine Bearbeitung sozialer Prozesse integriert und die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen unterstützt.

Die einzelnen Abhandlungen weisen sowohl theoretisch grundlegend als auch Praxis veranschaulichend und mit Beispielen belegt auf wertvolle Bildungspotenziale der vielfältigen kulturell basierten Zugänge innerhalb der Möglichkeiten gegenwärtiger Ganztagsangebote hin. Es wird ein weiteres Mal deutlich, dass über künstlerische Strategien und Zugangsweisen kulturelle Bildungsräume eröffnet werden können, die inklusiv alle Schülerinnen und Schüler erreichen und allen Partizipation und nachhaltige Bildung ermöglichen. Demzufolge stellt ein an Kultur- und Sozialraum orientiertes Bildungsangebot im Kontext von Kunstpädagogik eindeutig eine intensive Bereicherung aller Schüler/innen der Ganztagsschule dar.
Brigitte Limper, BDK NRW Rundbrief Herbst 2013
 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Ulrike Stutz
Kunstpädagogik im Kontext von Ganztagsbildung und Sozialraumorientierung –
Zu einer strukturellen Partizipation in der kunstpädagogischen Praxis


I. Kunsträume

Kirsten Winderlich
Eigene Orte -
Zum Schulraum im Kontext ästhetischer Bildung und ganztägigen Lernens

Susanne Bosch
Kunst im öffentlichen Interesse - Positionen und Projektbeispiele

Silke Feldhoff
Kunstvermittlung als Möglichkeitsraum und Erprobungsfeld von Kunstumgangsformen

Ulrike Stutz
Kunst als soziale Praxis in der Ganztagsbildung


II. Medienräume

Wolfgang Zacharias
Kulturelle Bildung 2.0 in zeit-räumlicher Perspektive 3D

Stephanie Marr
Bildräume als Bildungsräume erschlieÃźen

Sara Burkhardt
Ortserfahrungen und Raumbefragungen -
Kunstpädagogisches Handeln in Medienräumen


III. Bildungsräume

Anja Durdel
AuÃźerschulische Kunstpädagog/innen als Bildungspartner/innen in der Ganztagsschule

Anja Kraus
Zur Beziehung von Kompetenz und Performanz - eine Herausforderung für die Schulentwicklung

Gisela Wibbing
Auf dem Weg zu einem kulturellen Schulprofil

Arno Lange
Partizipation im Schulalltag - Demokratieerfahrungen in der Schule


IV. Inklusive Räume

Tom Braun
Inklusion als systematischer Ansatz für eine kulturelle Schulentwicklung

Ronald Lutz
Bildung, Sozialer Raum und Ungleichheit

Kees Vreugdenhil
Das Projekt nelecom als Modell für eine gemeinwesenorientierte Bildung

Ulrike Stutz
Transkulturelle Orientierungen –
Kunstpädagogik und Ganztagsbildung in der Migrationsgesellschaft


V. Dialoge

Susanne Bosch, Kirsten Winderlich und Wolfgang Zacharias
Raumerlebnisse - Ein E-Mail-Dialog

Ronald Lutz
Verwirklichungskulturen - Ein Gespräch zwischen Ronald Lutz und Ulrike Stutz


Autorinnen und Autoren