Kontext Kunstpädagogik

Bedingungen der Möglichkeit
Eine Untersuchung zu Funktionen strukturierter Studieneingangsphasen an deutschen Kunsthochschulen
Schriftenreihe Kontext Kunstpädagogik
Band 55, München 2026 (Februar), 204 Seiten (+ Anhang zum Download)
ISBN 978-3-96848-201-9
Produktbeschreibung
Das Grundstudium an Kunsthochschulen ist mehr als ein Einstieg, denn es wird als ein lebendiger Möglichkeitsraum wahrgenommen, in dem Theorie und Praxis, Freiheit und Struktur, Tradition und Innovation aufeinandertreffen. Dieses Buch vereint bildungsphilosophische Grundlagen, empirische Erkenntnisse und historische Modelle vom Bauhaus bis zu heutigen pluralistischen Lehrformen und prüft ihre Relevanz für die künstlerische Lehre von heute.
Im Zentrum steht die Frage, wie künstlerisches Lernen in der frühen Studienphase so gestaltet werden kann, dass es Reflexion, Transformation und individuelle Entfaltung im Abgleich mit einem von Hochschulseite dezidiert gestalteten Erfahrungsraum ermöglicht. Dabei wird deutlich, dass sich Kunstbegriffe, Lernstrukturen und der Begriff ästhetischer Bildung in den diversen Kontexten der Hochschullehre nicht statisch darstellen lassen, sondern in diskursiven Formationen fortlaufend verhandelt werden müssen. In diesem Prozess ästhetischen Gebildetseins entstehen Ordnungen, in denen Lehre und Lernen gleichermaßen orientiert, konstituiert und weiterentwickelt werden können.
Der Band arbeitet zentrale Argumente für eine Trennschärfe in der Verwendung tragender Begrifflichkeiten, für den Bildungswert von Kunstlernen per se, aber auch für soziale und normative Dimensionen sowie für die Bedeutung von offenen und reflexiven Selbstbildungsprozessen heraus. Lehrende, Studierende und Forschende erhalten aus einer breiten empirischen Studie fundierte Analysen, präzise Differenzierungen und inspirierende Perspektiven über die Grundlagen: ein Bild des Grundstudiums als Werkstatt und Forum – offen, [un]gewiss und voller schöpferischer Möglichkeiten zu Anlass und Anspruch.
Im Zentrum steht die Frage, wie künstlerisches Lernen in der frühen Studienphase so gestaltet werden kann, dass es Reflexion, Transformation und individuelle Entfaltung im Abgleich mit einem von Hochschulseite dezidiert gestalteten Erfahrungsraum ermöglicht. Dabei wird deutlich, dass sich Kunstbegriffe, Lernstrukturen und der Begriff ästhetischer Bildung in den diversen Kontexten der Hochschullehre nicht statisch darstellen lassen, sondern in diskursiven Formationen fortlaufend verhandelt werden müssen. In diesem Prozess ästhetischen Gebildetseins entstehen Ordnungen, in denen Lehre und Lernen gleichermaßen orientiert, konstituiert und weiterentwickelt werden können.
Der Band arbeitet zentrale Argumente für eine Trennschärfe in der Verwendung tragender Begrifflichkeiten, für den Bildungswert von Kunstlernen per se, aber auch für soziale und normative Dimensionen sowie für die Bedeutung von offenen und reflexiven Selbstbildungsprozessen heraus. Lehrende, Studierende und Forschende erhalten aus einer breiten empirischen Studie fundierte Analysen, präzise Differenzierungen und inspirierende Perspektiven über die Grundlagen: ein Bild des Grundstudiums als Werkstatt und Forum – offen, [un]gewiss und voller schöpferischer Möglichkeiten zu Anlass und Anspruch.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort (Johannes Kirschenmann, Martin Oswald, Frank Schulz)
Vorwort der Autorin
1 Einleitung
1.1 Begriffsklärung
1.2 Ein Plädoyer für ästhetische Bildung als prozesshafte, dynamische Erkenntnisform
1.3 Synergien praxisreflexiven Denkens: Introspektive Kritikfähigkeit und
Transformation als Bildungsgut
2 Bildungsphilosophische Grundlegung: Bedingungen der Möglichkeit im Kunstlernen
2.1 Denkfigur und Forschungsrahmen: Wirkungsfeld ästhetischer Bildung
2.2 Der ästhetische Bildungsbegriff als Lernbegriff und dessen Einfluss auf
Organisationsstrukturen
2.3 Potenzen und Grenzen von Möglichkeiten im Kontext des Kunstlernens an Kunsthochschulen
3 Möglichkeitsmomente in künstlerischen Bildungsprozessen und deren Merkmale und Strukturen
3.1 Ausgangs- und Bezugspunkte
3.2 Ästhetische Bildung im Kunsthochschulkontext: Herausforderungen und Wirkweisen
3.3 Qualitäten der ästhetischen Denk- und Handlungsformen
3.4 Freiheit im Umstrukturieren: Organisation und Integration von Erfahrung
3.5 Ästhetische Erfahrung und Bildung im Spannungsfeld von Praxis und Theorie
4 (V)ermittlungsformen
4.1 Sprache als Bildungsmoment
4.2 Argumente für eine Grundlegung der Qualitäten von Erfahrung innerhalb
des Kunstlernens an Hochschulen
4.3 Der Lehr- und Lernbegriff der Kunst als Bedingungsoption in Lernprozessen
4.3.1 Kunstlern-Kriterien nach Sowa
4.3.2 Zusammenfassung: Der spezifisch künstlerische Lehr- und Lernbegriff
4.4 Der Kreativitätsbegriff als Bedingungsoption in künstlerischen
Bildungsprozessen
4.4.1 Normierungen: Künstlerrolle und Kreativität nach Andreas Reckwitz
4.4.2 Re-Interpretation des Kreativitätsprinzips
4.5 Offene Bildungsprozesse aus Kunsthochschulsicht
4.5.1 Kunst ist bedingt vermittelbar – James Elkins’ Modelle mit Tradition
4.5.2 Unvereinbarkeit und Reflexionsdefizit 59
5 Klarlegung der vorgefundenen Themen- und Thesenfelder: Qualitäten von Organisationsprozessen an Kunsthochschulen
5.1 Kriteriale Bestimmung des Forschungsfeldes Studieneingangsphase
5.1.1 Aufnahmebedingungen
5.1.2 Kriterien, Strukturen und Normen künstlerischer Ausbildung
5.1.3 Notwendig unbestimmt
5.2 Qualitäten im Grundlegenden und Bedingenden der Kunstlehre
6 Grundlagen als Potenzial ästhetischer Bildung in einem prozessorientierten Studium
6.1 Zur Geschichte der Grundlehre
6.2 Grundlagendiskurs
6.3 Anforderungen an ein Grundstudium zwischen Traditionslinien und
Neuorientierung
7 Aktuell ermittelte exemplarische Systeme, Strukturen und Konzepte der Studieneingangsphase
7.1 Eingangsphasen an deutschen Kunsthochschulen: Strukturelle Setzungen der Modelle
7.1.1 Kunstakademie Düsseldorf
7.1.2 Kunstakademie Stuttgart
7.1.3 Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein
7.1.4 Bauhaus-Universität Weimar
7.1.5 Städelschule Frankfurt
7.1.6 Kunsthochschule Berlin-Weißensee
7.1.7 Universität der Künste Berlin
7.1.8 Hochschule für Bildende Künste Dresden
7.2 Schnittfelder: Auswertung der Systeme im Zusammenhang mit den Grundlagen eines Kunsthochschulstudiums
7.2.1 What do artists know? Grundlegende Bezugsfelder und ihre bewusste Ausdifferenzierung
7.2.2 Die Problematik der Grundlehre in gegebenen Spannungsfeldern
8 Qualitative Forschung
9 Auswertung: Funktionen in Studieneingangsphasen
9.1 Zur Bedeutung einer Anregungsfunktion
9.2 Zur Bedeutung einer Identitäts- und Wesensfunktion
9.3 Zur Bedeutung einer Orientierungsfunktion
9.3.1 … für Selbstbewusstsein, Selbstverständnis und Prägung
9.3.2 … für ein Rollenverständnis
9.3.3 … für eine Orientierung an der Kunsthochschule selbst und am
kulturellen Umfeld
9.3.4 … im interdisziplinären Umfeld
9.4 Zur Bedeutung einer Informationsfunktion
9.5 Zur Bedeutung einer Perspektivfunktion
9.6 Zur Bedeutung einer Innovationsfunktion
9.7 Zur Bedeutung einer sozial-integrativen und kommunikationsspezifischen Interaktionsfunktion
9.8 Zur Bedeutung einer Entlastungsfunktion
10 Deskription und Interpretation der Ergebnisse
10.1 Grundlagenauswertung
10.2 Dogmeninterpretation
10.2.1 Zum Dogma der Freiheit
10.2.1.1 Freiheit als erweiterbares Bewusstsein über das Gegebene
10.2.1.2 Freiheit als Könnensbewusstsein
10.2.1.3 Freiheit als Möglichkeit zur Wahl
10.2.1.4 Freiheit als Selbstbestimmung
10.2.1.5 Standpunkt der Freiheit zur Verwirklichung
10.2.2 Zum Dogma: Kunst ist nicht lehrbar
10.3 Interpretation Kunstlernen
11 Organisationsstruktur Grundlagen: Experiment, Vielfalt, Wandel und zukunftsfähige Gemeinschaft
11.1 Strukturmodell: Qualitäten und Lernformate
11.1.1 Spezifischer kunsthochschulischer Lernbegriff in der ästhetischen
Bildung
11.1.2 Ein operatives Modell für die Studieneingangsphase
11.2 Forderungen zur Gestaltung eines sinnstiftenden Wirkbereiches der
ästhetischen Bildung im Kunsthochschulkontext
11.3 Plädoyer
12 Fazit und Perspektiven
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Widmung
Vorwort der Autorin
1 Einleitung
1.1 Begriffsklärung
1.2 Ein Plädoyer für ästhetische Bildung als prozesshafte, dynamische Erkenntnisform
1.3 Synergien praxisreflexiven Denkens: Introspektive Kritikfähigkeit und
Transformation als Bildungsgut
2 Bildungsphilosophische Grundlegung: Bedingungen der Möglichkeit im Kunstlernen
2.1 Denkfigur und Forschungsrahmen: Wirkungsfeld ästhetischer Bildung
2.2 Der ästhetische Bildungsbegriff als Lernbegriff und dessen Einfluss auf
Organisationsstrukturen
2.3 Potenzen und Grenzen von Möglichkeiten im Kontext des Kunstlernens an Kunsthochschulen
3 Möglichkeitsmomente in künstlerischen Bildungsprozessen und deren Merkmale und Strukturen
3.1 Ausgangs- und Bezugspunkte
3.2 Ästhetische Bildung im Kunsthochschulkontext: Herausforderungen und Wirkweisen
3.3 Qualitäten der ästhetischen Denk- und Handlungsformen
3.4 Freiheit im Umstrukturieren: Organisation und Integration von Erfahrung
3.5 Ästhetische Erfahrung und Bildung im Spannungsfeld von Praxis und Theorie
4 (V)ermittlungsformen
4.1 Sprache als Bildungsmoment
4.2 Argumente für eine Grundlegung der Qualitäten von Erfahrung innerhalb
des Kunstlernens an Hochschulen
4.3 Der Lehr- und Lernbegriff der Kunst als Bedingungsoption in Lernprozessen
4.3.1 Kunstlern-Kriterien nach Sowa
4.3.2 Zusammenfassung: Der spezifisch künstlerische Lehr- und Lernbegriff
4.4 Der Kreativitätsbegriff als Bedingungsoption in künstlerischen
Bildungsprozessen
4.4.1 Normierungen: Künstlerrolle und Kreativität nach Andreas Reckwitz
4.4.2 Re-Interpretation des Kreativitätsprinzips
4.5 Offene Bildungsprozesse aus Kunsthochschulsicht
4.5.1 Kunst ist bedingt vermittelbar – James Elkins’ Modelle mit Tradition
4.5.2 Unvereinbarkeit und Reflexionsdefizit 59
5 Klarlegung der vorgefundenen Themen- und Thesenfelder: Qualitäten von Organisationsprozessen an Kunsthochschulen
5.1 Kriteriale Bestimmung des Forschungsfeldes Studieneingangsphase
5.1.1 Aufnahmebedingungen
5.1.2 Kriterien, Strukturen und Normen künstlerischer Ausbildung
5.1.3 Notwendig unbestimmt
5.2 Qualitäten im Grundlegenden und Bedingenden der Kunstlehre
6 Grundlagen als Potenzial ästhetischer Bildung in einem prozessorientierten Studium
6.1 Zur Geschichte der Grundlehre
6.2 Grundlagendiskurs
6.3 Anforderungen an ein Grundstudium zwischen Traditionslinien und
Neuorientierung
7 Aktuell ermittelte exemplarische Systeme, Strukturen und Konzepte der Studieneingangsphase
7.1 Eingangsphasen an deutschen Kunsthochschulen: Strukturelle Setzungen der Modelle
7.1.1 Kunstakademie Düsseldorf
7.1.2 Kunstakademie Stuttgart
7.1.3 Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein
7.1.4 Bauhaus-Universität Weimar
7.1.5 Städelschule Frankfurt
7.1.6 Kunsthochschule Berlin-Weißensee
7.1.7 Universität der Künste Berlin
7.1.8 Hochschule für Bildende Künste Dresden
7.2 Schnittfelder: Auswertung der Systeme im Zusammenhang mit den Grundlagen eines Kunsthochschulstudiums
7.2.1 What do artists know? Grundlegende Bezugsfelder und ihre bewusste Ausdifferenzierung
7.2.2 Die Problematik der Grundlehre in gegebenen Spannungsfeldern
8 Qualitative Forschung
9 Auswertung: Funktionen in Studieneingangsphasen
9.1 Zur Bedeutung einer Anregungsfunktion
9.2 Zur Bedeutung einer Identitäts- und Wesensfunktion
9.3 Zur Bedeutung einer Orientierungsfunktion
9.3.1 … für Selbstbewusstsein, Selbstverständnis und Prägung
9.3.2 … für ein Rollenverständnis
9.3.3 … für eine Orientierung an der Kunsthochschule selbst und am
kulturellen Umfeld
9.3.4 … im interdisziplinären Umfeld
9.4 Zur Bedeutung einer Informationsfunktion
9.5 Zur Bedeutung einer Perspektivfunktion
9.6 Zur Bedeutung einer Innovationsfunktion
9.7 Zur Bedeutung einer sozial-integrativen und kommunikationsspezifischen Interaktionsfunktion
9.8 Zur Bedeutung einer Entlastungsfunktion
10 Deskription und Interpretation der Ergebnisse
10.1 Grundlagenauswertung
10.2 Dogmeninterpretation
10.2.1 Zum Dogma der Freiheit
10.2.1.1 Freiheit als erweiterbares Bewusstsein über das Gegebene
10.2.1.2 Freiheit als Könnensbewusstsein
10.2.1.3 Freiheit als Möglichkeit zur Wahl
10.2.1.4 Freiheit als Selbstbestimmung
10.2.1.5 Standpunkt der Freiheit zur Verwirklichung
10.2.2 Zum Dogma: Kunst ist nicht lehrbar
10.3 Interpretation Kunstlernen
11 Organisationsstruktur Grundlagen: Experiment, Vielfalt, Wandel und zukunftsfähige Gemeinschaft
11.1 Strukturmodell: Qualitäten und Lernformate
11.1.1 Spezifischer kunsthochschulischer Lernbegriff in der ästhetischen
Bildung
11.1.2 Ein operatives Modell für die Studieneingangsphase
11.2 Forderungen zur Gestaltung eines sinnstiftenden Wirkbereiches der
ästhetischen Bildung im Kunsthochschulkontext
11.3 Plädoyer
12 Fazit und Perspektiven
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Widmung


