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Ausgezeichnet! Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird 60

kjl&m 16.1 | forschung.schule.bibliothek

München 2016, 96 Seiten + JKahresregister 2015
11,00 EUR
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Produktbeschreibung

Auf der Frankfurter Buchmesse werden alljährlich in einer Festveranstaltung die Preistitel des Deutschen Jugendliteraturpreises verkündet. In dieser Ausgabe dreht sich alles auch um den Preis, aber ausnahmsweise stehen nicht die AutorInnen, ÃśbersetzerInnen oder IllustratorInnen auf dem Treppchen, auf das Podest gehoben wird vielmehr der Preis selbst! 60 Jahre alt wird der Deutsche Jugendliteraturpreis 2016, nicht nur ein stolzes Alter, sondern auch etwas für eine Preisgeschichte! Die vorliegende Ausgabe würdigt die Entwicklung des Preises, der sich zu einer bedeutsamen literarischen Institution entfaltet hat; sie blickt zurück auf die Anfänge, ebenso in die Zukunft und fragt, wohin die Preiseroute gehen könnte. Blickt man auf die ausgezeichneten Titel des DJLP zurück, so lässt sich an den Titellisten ablesen: Die preisgekrönte Auswahl hat Literaturgeschichte geschrieben. So verwundert es nicht, wenn auch die Liste der GratulantInnen ein Who‘s who der Kinderliteraturszene bedeutet. Angeführt wird die feine Geburtstagsgesellschaft von Klaus Doderer, der „Zum Geleit“ das Heft eröffnet und den Stellenwert des international ausgerichteten Preises unterstreicht. Fünf Juryvorsitzende an der Zahl haben für diese Ausgabe GruÃźworte an den DJLP verfasst: Gundel Mattenklott, Sabine Mähne, Christoph Schmitz, Emer O‘Sullivan und Susanne H. Becker. Das Kernstück des vorliegenden Bandes umfasst zehn Fachbeiträge, die einen Parcours durch die Sparten und Gattungen, die Programmatik und Ästhetik der Preisbücher darstellen. Den Auftakt macht Otto Brunken mit einem narratologisch fundierten Blick auf die Historie, an der er das erzählerische Potenzial dieser Schatzkiste, wie er schreibt, aufzeigt. Michael Schmitt verfolgt die pädagogischen Diskurse über jugenderzählende Texte und spannt einen profunden Bogen von den Anfängen bis zum aktuellen Preistitel. Gina Weinkauff setzt sich mit der Internationalität des Preises und dem Stellenwert der Ãśbersetzungsleistungen auseinander, die wesentlicher, wenngleich oftmals weniger Beachtung findender Bestandteil des DJLP sind. Gabriele von Glasenapp zeichnet die Narrative geschichtserzählender Texte nach und weist auf die richtungsweisende Bedeutung dieser Erinnerungen. Maria Linsmann-Dege zeigt die Innovationskraft der preisgekrönten Bilder-Geschichten, Heike Elisabeth Jüngst widmet sich preisgekrönten Titeln der Sparte Sachbuch. – Der DJLP lebt von seiner Vielfalt und dem Blick über den Tellerrand. Christine Tresch fächert exemplarisch für die vielen Literaturen, die der Preis umfasst, eine prominent besetzte Titelliste des DJLP von Schweizer AutorInnen auf. Nicht vergessen wurden bei dieser Jubiläumsausgabe die Buch-Macher und die literarische Wertung. Klaus Humann beleuchtet mit kritischem Blick den Stellenwert des Preises unter verlegerischen Aspekten; Stefan Hauck begibt sich unter die Festgemeinde und kommentiert die Zeremonien der Preisvergabe. Philine Edbauer schlieÃźlich weist als ehemaliges Mitglied einer Jugendjury darauf hin, was die Teilhabe an der Preisfindung für den persönlichen Werdegang bedeuten kann. Im Spektrum verortet Ina Brendel-Perpina den DJLP in der deutschen Preislandschaft; schlieÃźlich findet man wie gewohnt aktuelle Rezensionen zur Fachliteratur, Informationen aus dem literarischen Leben und Tagungshinweise. Nicht zu vergessen das Cover, das die Ausgabe schmückt! Nadia Budde hat wahrlich einen preiswürdigen Titel entworfen! Ebenso gedankt sei allen FesttagsrednerInnen für ihre Beiträge, und schlieÃźlich gilt ein literarisches Tischfeuerwerk dem Jubilar.
Editorial von Caroline Roeder

...überaus lesenswert...
Antje Ehmann, Borromäusverein
 

Inhaltsverzeichnis

Thema: Ausgezeichnet! Der Deutsche Jugend­literaturpreis wird 60

Klaus Doderer
Zum Geleit: Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird sechzig Jahre alt

GruÃźadressen
Gundel Mattenklott
Sabine Mähne
Christoph Schmitz
Emer O’Sullivan
Susanne Helene Becker

Otto Brunken
Kinderliteraturgeschichte im Spiegel des Deutschen Jugendliteraturpreises. Narra­to­­logische Aspekte kinderliterarischen Erzählens in historischer Perspektive

Michael Schmitt
Pubertät als Schicksal? Sechzig Jahre Jugendbücher und Adoleszenzgeschichten

Gina Weinkauff
The unusual thing – über die transnationale Ausrichtung des Deutschen Jugendliteraturpreises

Gabriele von Glasenapp
Ausgezeichnete Erinnerung(en). Der Deutsche Jugendliteraturpreis und seine Geschichtserzählungen

Maria Linsmann-Dege
Zum Stellenwert der Bilder

Heike Elisabeth Jüngst
Hin zu den fuzzy edges – die Diversifikation im KiJu-Sachbuch

Stefan Hauck
Von der Sardinenbüchse zur Showbühne
Die Preisverleihungen

Klaus Humann
Unser Preis. Unser Preis? Der DJLP aus Verlagssicht

Philine Edbauer
Vor allem jugendlich? Zur Jugendjury­arbeit

Christine Tresch
Die Schweizer Kinder- und Jugendliteratur und der Deutsche Jugendliteraturpreis


Spektrum

Ina Brendel-Perpina
Konkurrenz oder gute Wegbegleiter: die Preislandschaft für Kinder- und Jugend­literatur


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