Zeitschrift merz | Einzelhefte

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Produktbeschreibung

Der Diskurs um die aktuellen Entwicklungen des Fernsehens ist heterogen und bipolar. Einige läuten das ‚Ende des (linearen) Fernsehens‘ ein – andere Akteurinnen und Akteure rufen das ‚neue Fernsehen‘ aus und ein dritter Diskursstrang ist dadurch gekennzeichnet, dass hierin eine moderate Transferleistung alter Fernsehphänomene auf neue digitale Umgebungen behauptet wird. Grundsätzlich gestaltet sich der Wandel des Fernsehens im digitalen Zeitalter dynamischer denn je und es kommt zu folgenreichen Ausdifferenzierungen und Konvergenzen. Es ist ein Wandel, der die "technischen, kulturellen, medialen und institutionellen Voraussetzungen dessen, was als Fernsehen bezeichnet wird, grundlegend umzuwälzen scheint" (Köhler/Keilbach 2012, S. 5). Zeitversetztes Fernsehen aus dem linearen Programm sowie zeit- und ortsunabhängiger Abruf von vornherein non-linearen audiovisuellen Angeboten kennzeichnen die neuere Fernsehlandschaft (vgl. Groebel 2014). Die Nutzungswege sind vielfältiger und die Endgeräte kleiner und mobiler geworden (vgl. Stark 2006), das Programmangebot ist ausdifferenzierter denn je.

Ob es sich nun um Novitäten, partielle Innovationen oder Adaptionen bekannter Phänomene des linearen Fernsehens handelt, für die Rezeptionsforschung und den Bereich der Medienkompetenzentwicklung und -förderung ergeben sich gänzlich veränderte Herausforderungen. merz 4/2015 bietet die Möglichkeit zur Reflexion über Implikationen, die sich für die medienpädagogische Begleitung der Fernsehnutzung von Kindern und Jugendlichen ergeben.
 

Inhaltsverzeichnis

aktuell

thema: smart fernsehen

Neues Fernsehen?! – Neues Fernsehverhalten!?
Aktuelle Wandlungsprozesse des Fernsehens
Editorial
Karin Knop

Fernsehen im 21. Jahrhundert
Jo Groebel

Von der TV- zur AV-Serie
Produktions-, Distributions- und Rezeptionsformen aktueller US-Serien
Felix Kirschbacher, Sven StollfuÃź

Reality TV als globales Fernsehformat
Entwicklung – Nutzungsmotive – Affektregulation
Margreth Lünenborg

Fernsehen im Wandel – damit auch der Jugendmedienschutz?
Ein Interview mit Claudia Mikat, FSF
Swenja Wütscher

Vom Second-Screen zum Multi-Screen
Eine qualitative Analyse neuer Formen der Mediennutzung
Claudia Wegener

„Mama Muh kenn‘ ich aus‘n iPad“ – Wie Kinder heute fernsehen
Ein Interview mit Nadine Kloos, FLIMMO
Karin Knop

spektrum

Interkulturelles Lernen unter Anwendung reflexiver Medienarbeit
Maria A. Marchwacka

Leseförderung mit digitalen Medien – von der Wissenschaft zur Praxis
Das Projekt „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“
Johanna Lambertz, Carolin Müller-Bretl, Julia Schabos

Fingerzeichnen auf dem Tablet im Vorschulalter
Eine explorative Fallstudie
Isabell Meyer, Georg Peez

E-Inklusion und Cognitive Accessibility
Menschen mit kognitiven Behinderungen nutzen Tablets im Alltag
Cordula Edler

medienreport

Klexikon
Eine Wikipedia für Kinder
Katrin Fleischmann

Fernsehen macht Geschichte? – Tatsächlich!
Ulrike Lennartz, Stefan Piasecki

Mit dem bestesten Freund auf monströsenAbenteuern
Cornelia Pläsken

publikationen
kurz notiert
service
impressum

kolumne
Domestizierung 2.0 oder:
Beziehungskiste Medien
Hans-Dieter Kübler