Kontext Kunstpädagogik

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Das Künstlerisch-experimentelle Prozessportfolio – KEPP

Lernkultur im Kunstunterricht reflektieren, verhandeln und weiterentwickeln

Band 54, München 2026 (Juni), 388 Seiten
ISBN 978-3-96848-130-2
24,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Produktbeschreibung

Das Künstlerisch-experimentelle Prozessportfolio – KEPP unterstützt Lehrende dabei, prozessorientierten Kunstunterricht zu entwickeln. Den Lernenden eröffnet das KEPP Raum für reflexive Auszeichnungspraxen. Es bietet allen Beteiligen Anlässe für Vernetzung und bildet einen gemeinsamen Aushandlungsraum der Lernkultur im Kunstunterricht.
Die didaktische Konzeption basiert auf einem künstlerisch motivierten Perspektivwechsel und bietet über Modelle, Aufgabenbeispiele und Reflexionsimpulse Orientierung für die Unterrichts- und Lehrplanung. Darüber hinaus wird die KEPP-Konzeption erfolgreich in der universitären Hochschulbildung für angehende Kunstpädagog*innen und Kunstvermittler*innen eingesetzt. Die Studierenden erarbeiten sich mit dem KEPP einen Erfahrungsraum für innovative Vermittlungspraxen, den sie auf schulische Prozesse transformieren können.
Die vorliegende qualitativ-empirische Studie folgt dem methodologischen Rahmen des Design-Based Research. Ziel der Arbeit ist es, über das KEPP im Kunstunterricht kollaborative und experimentell-forschende Arbeits-, Lern- und Reflexionsformen zu entwickeln, Reflexivität zu fördern und die sich kontinuierlich verändernden Lernkulturen aus der Kunstpädagogik heraus zu begleiten.
 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Lernkultur im Wandel – lernkulturelle Wandlungsprozesse?

1.2 Didaktische Konzeption des Künstlerisch-experimentellen Prozessportfolios KEPP

1.3 Methodologie, Kontext und Aufbau dieser Arbeit


2 Reflexivität in verschiedenen Disziplinen

2.1 Reflexives In-der-Welt-Sein – philosophische, bildungstheoretische und allgemeindidaktische Perspektiven und ihre Verknüpfung
2.1.1 Metaphorik des Denkens
2.1.2 Prozessstruktur von Reflexivität
2.1.3 Reflexivität im transformatorischen Bildungsdiskurs
2.1.4 Reflexive Praxen des Lehrens und Lernens

2.2 Das Portfolio aus der Erziehungswissenschaft
2.2.1 Instrument zur Weiterentwicklung der Lernkultur
2.2.2 Ambivalenz von Reflexion und Sichtbarkeit in der Portfolioarbeit
2.2.3 Denken-Lernen: Portfolio und Reflexivität

2.3 Reflexivität im Kunstunterricht – kunstpädagogische und fachdidaktische Perspektiven
2.3.1 Reflexivität zwischen Produktion, Rezeption und Reflexion
2.3.2 Struktur ästhetischen Denkens
2.3.3 Reflexivität und experimentelles Handeln

2.4 Reflexives Spiel mit der (Un-)Sichtbarkeit des Denkens
2.4.1 Denken zwischen Sprache, Text und Bild
2.4.2 Aufzeichnungen
2.4.3 Aufgabenkultur und Anlässe für Aufzeichnungen

2.5 Kunst darf forschen – Elemente künstlerischer Forschung
2.5.1 Performative Settings
2.5.2 Materialität und Prozesse
2.5.3 Vernetzung und kollektive Praktiken

2.6 Mut zu paradoxen Strukturen – Künstler*innenbücher und künstlerisches Publizieren
2.6.1 Inszenierung des Neudenkens
2.6.2 Materialisierte Selbstreflexivität
2.6.3 Vernetzende Veröffentlichung

2.7 Reflexivität und Kreativität
2.7.1 Sensitivität für die Lücke
2.7.2 Funkensprühende Dokumente und Zettelkästen
2.7.3 Kulturelle Bedingungen von Kreativität und Wandel

2.8 Künstlerisch-experimentell motivierter Perspektivwechsel im Prozess der Reflexivität


3 Konzeption des Künstlerisch-experimentellen Prozessportfolios (KEPP)

3.1 Entstehungsgeschichte der KEPP-Konzeption

3.2 Die vier Dimensionen des KEPP
3.2.1 Künstlerisch – inszeniert Irritation
3.2.2 Experimentell – initiiert Forschung
3.2.3 Prozess – visualisiert Perspektivwechsel
3.2.4 Portfolio – reflektiert Lernkultur

3.3 Modell reflexiver Aufzeichnungspraxen
3.3.1 Reflex: situative Aufzeichnungspraxen
3.3.2 Reflexion: experimentelle Expansion, Sinnvermutung, Anpassung
3.3.3 Meta-Reflexion: Perspektivwechsel und intersubjektive Bestätigung

3.4 Reflexivität initiierende Impulse in der KEPP-Konzeption
3.4.1 X-Book: Gebrauchsanweisung für das KEPP
3.4.2 Reflexionsimpulse: fünfmal inszeniertes Denken
3.4.3 KEPP-Rundgang: ritualisierte Feedbackkultur
3.4.4 Rückmeldebogen: kriteriengeleitete Einschätzung


4 Die KEPP-Konzeption in der fachdidaktischen Entwicklungsforschung

4.1 Design-Based Research (DBR)
4.1.1 Creative Unit FaBiT
4.1.2 Bremer Modell des Design-Based Research

4.2 Brücke zwischen Theorie und Unterrichtsdesign: das Topsy-Turvy-Prinzip
4.2.1 Performativ
4.2.2 Materialisiert
4.2.3 Vernetzt

4.3 Erhebungsinstrumente und Methoden
4.3.1 Leitfadengestütztes Fokusinterview
4.3.2 Lernendenartefakte: KEPPs
4.4 Qualitative Auswertungsstrategie
4.4.1 Ablauf der strukturierenden Inhaltsanalyse
4.4.2 Anwendung der strukturierenden Inhaltsanalyse

4.5 Designkontext und Unterrichtsdesign der empirischen Erhebung
4.5.1 Zyklus 1A: 10. Jahrgang, Grundkurs, Gymnasium
4.5.2 Zyklus 1B: 11. Jahrgang, Leistungskurs, Gymnasium
4.5.3 Zyklus 2: 12. Jahrgang, Grundkurs, Oberschule


5 Forschungsperspektive I: Darstellung und Analyse des Aufgabendesigns für reflexive Aufzeichnungspraxen im KEPP

5.1 Experimentell inszenierte Versuchsanordnung und ihr Beitrag zur Implementierung iterativer Reflexionsphasen
5.1.1 Aufgabendesign: »InterView« 174
5.1.2 Umsetzung der Aufgabe im Zyklus 1A
5.1.3 Reflexive Aufzeichnungspraxen

5.2 (Raum-)Erkundungen durch reflexive Aufzeichnungen
5.2.1 Aufgabendesign: »Room Experience«
5.2.2 Umsetzung der Aufgabe im Zyklus 2
5.2.3 Reflexive Aufzeichnungspraxen

5.3 Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst durch Aufzeichnung initiieren – Rückmeldungen mit und ohne Reflexionsimpuls
5.3.1 Aufgabendesign: »Ich sehe was, was du nicht siehst«
5.3.2 Umsetzung der Aufgabe im Zyklus 1A
5.3.3 Reflexive Aufzeichnungspraxen

5.4 Gestaltungsprozesse arrangieren, begleiten und reflektieren
5.4.1 Aufgabendesign: »How to capture atmosphere«
5.4.2 Umsetzung der Aufgabe im Zyklus 2
5.4.3 Reflexive Aufzeichnungspraxen

5.5 Forschungsprozesse entwickeln, umsetzen und reflektieren
5.5.1 Aufgabendesign: »Experiment der Sichtbarkeit« in Zyklus 1A und 1B
5.5.2 Umsetzung des Forschungsprojekts und reflexive Aufzeichnungspraxen im Zyklus 1A
5.5.3 Reflexive Aufzeichnungspraxen im Forschungsprozess Zyklus 1B

5.6 KEPP-spezifische Dimensionen reflexiver Aufzeichnungspraxen
5.6.1 Prozessbezogene künstlerisch-experimentell inszenierte reflexive Aufzeichnungspraxen
5.6.2 Prozessbegleitende reflexive Aufzeichnungspraxen – materialisierte und vernetzte Gedanken
5.6.3 Prozessabschließende oder -erneuernde reflexive Aufzeichnungspraxen

5.7 Resümee der Forschungsperspektive


6 Forschungsperspektive II: Erprobung der KEPP-Konzeption aus Schüler*innenperspektive

6.1 Irritationsmomente wahrnehmen und nutzen
6.1.1 Indikatoren für Irritation – Nicht-Verstehen und Ideenlosigkeit
6.1.2 Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Irritation

6.2 Aufzeichnungspraxen und Funktionen des KEPP
6.2.1 Transformation des KEPP
6.2.2 Das KEPP vereint verschiedene Funktionen

6.3 Formen der Vernetzung
6.3.1 Vernetzung mit der Lehrerin
6.3.2 Interne Vernetzung der Schüler*innen
6.3.3 Externe Vernetzungsstrategien

6.4 Resümee der Forschungsperspektive II



7 Forschungsperspektive III: Die KEPP-Konzeption ermöglicht lernkulturelle Wandlungsprozesse

7.1 Voraussetzung und produktive Bedingungen lernkultureller Wandlungsprozesse entlang der Schüler*innenperspektive

7.2 Erfahrungen und Einschätzungen aus der Perspektive der Lehrenden

7.3 Lernkulturelle Wandlungsprozesse begleiten aus Perspektive der Forscherin

7.4 Resümee der Forschungsperspektive III


8 Möglichkeitsraum KEPP-Konzeption – Fazit und Ausblick

8.1 Lernkultur

8.2 Forschung

8.3 Lehre


Abkürzungsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Anhang
Danksagung