Zeitschrift merz | Einzelhefte

cover
5,00 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Im Verlagsprogramm unter

Produktbeschreibung

Vor einer Ãśberschätzung des Internet warnt der seit langem schon zum Computerkritiker gewandelte Informatiker Joseph Weizenbaum. "Das Internet ist wie ein riesiger Misthaufen", in dem man zwar einige Perlen finden könne, dies jedoch nur gelinge, wenn man die richtigen, d.h. kritischen Fragen stelle. DErFokus des merz-Themas sollte darauf zielen, einmal nachzufragen, ob das Netz die Bildung bzw. den Alttag verbessert, und was denn alle, die mittlerweile im Netz sind, dort machen? Und es sollten zwei Sichtweisen herausgefiltert werden: einmal diejenige, die davon ausgeht, dss es kein Umhin des Netzes gibt - weder in der Freizeit, noch in Schule, Ausbildung oder im Beruf. Und zum anderen sollten die Meinungen derjenigen zu Wort kommen, die aufgrund ihrer Erfahrung inzwischen wieder aussteigen wollen und sich dem Netz verweigern.
Eines wird in allen Beiträgen deutlich: Auch wenn Skepsis angebracht ist, wir kommen nicht mehr los vom Netz. Keine Umkehr meint Herbert Hrachovec, der dieMöglichkeit noch nicht verloren sieht, im Netz die Zukunft für elektronsch gestütztes Lehren und Lernen zu sehen, auch wenn Widersprüche am Schnittpunkt von Medien und Erziehung sichtbar sind. Viele Internetplattformen für Jugendliche wurden in den letzten Jahren eingerichtet, waren "on" und sind genauso schnell, wie sie eingerichtet wurden, auch wieder verschwunden. Kathrin Demmler und Günther Anfang betrachten anhand von Beispielen, was ein informatives, ansprechendes Webforum ausmacht. Seine Erfahrungen, die er im Umgang mit Kindern und Internet "auf dem grössten Spielplatz der Welt" ständig und immer wieder aufs Neue macht, hat Thomas Feibel in seinem Beitrag zusammengefasst. Und schliesslich hat Rudi Peschke auf die Frage "Was passiert nun, nachdem alle Schulen am Netz sind?" einmal den Stand der Entwicklung und die Pädagogischen Effekte und Grenzen aufgezeigt.
 

Inhaltsverzeichnis

aktuell >>
> Christina Oberst-Hundt: Mainstream gegen den Krieg

thema >>
> Günther Anfang, Kathrin Demmler: Jugend im pädagogischen Netz
> Herbert Hrachovec: Die Welt des Datenverkehrs. Schauplatz und Regelsystem
> Rudi Peschke: Schulen sind am Netz - und was passiert (nicht)?
> Thomas Feibel: Alleine auf dem gröÃźten Spielplatz der Welt

spektrum >>
> Hümpel-Lutz/Schrader: Körper-sinnliche Differenzerfahrungen von Medien-„Wirklichkeiten"
> Jürgen Hüther: Die Arbeiterradiobewegung (1923 –1933)
medienreport >>
> Markus Achatz: Glamour und Qualität auf der Berlinale 2003
> Sophie Anfang: Fritz & Fertig – Schach lernen und trainieren

publikationen >>
> Christina Holtz-Bacha u.a. (Hg.): Schlüsselwerke für die Kommunikationswissenschaft.
> Dieter Prokop: Der Medienkapitalismus.
> Elisabeth Noelle-Neumann u.a. (Hg.): Fischer Lexikon. Publizistik/Massenkommunikation.
> F.B. Habel (u.a.): Das groÃźe Lexikon der DDR-Stars.
> Gruteser/Klein/Rauscher: Subversion zur Primetime - Die Simpsons und die Mythen der Gesellschaft
> Helga Theunert und Ulrike Wagner (Hg.): Medienkonvergenz: Angebot und Nutzung.
> Helmut Schanze (Hg.): Metzler Lexikon Medientheorie Medienwissenschaft.
> Katholisches Medieninstitut (Hg.): Lexikon des internationalen Films.
> Michael Althen: Warte, bis es dunkel wird. Eine Liebeserklärung ans Kino
> Wolfgang Buresch (Hg.): Kinderfernsehen.

kolumne >>
> Jeanne Rubner: Warum Bildung und Online-Anschlüsse nicht viel miteinander zu tun haben