Kunstpädagogik

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Raumbezüge

Das Modell eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens – angewandt am Beispiel Stadt

München 2022 (Februar), 439 Seiten
ISBN 978-3-96848-048-0
27,80 EUR
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Produktbeschreibung

Raum ist ein zentrales Element des menschlichen Lebens. Diese Signifikanz greift die vorliegende Arbeit auf, um in einer anthropologisch-hermeneutischen Lesart das Modell eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens zu entfalten. Im Zentrum seiner Fundierung und Strukturierung steht das Darstellen im Sinne eines Dialogs zwischen Mensch und Raum. Exemplarisch angewandt wird besagtes Modell dann am Beispiel Stadt. Als Lebenswelt Heranwachsender ist sie zunächst ausgestattet mit subjektiven undgemeinsamen Bedeutungsreliefs. Die Stadt ist persönlicher aber auch geteilter Wohnraum und voller Orte der sozialen Begegnung. Sie stellt aber auch etwa Zukünftiges in Aussicht und bezeugt gleichwohl Historisches. Städtische Strukturen sind außerdem Ergebnis planmäßiger Gestaltungen, unterliegen diffizilen Ordnungsstrukturen und bieten dennoch individuelle Freiräume. Zahlreiche kulturelle und gesellschaftspolitischeGesichtspunkte sind ebenso eng mit ihr verknüpft wie ihr stets Sehnsüchte und Konflikte anhaften. Hinsichtlich kunstpädagogischer Lernprozesse konkretisiert die vorliegende Arbeit diese mannigfaltigen Wechselspiele von Mensch und Stadt in Form inhaltlich-thematischer Perspektivierungen. Darüber hinaus werden vor dem Hintergrund der Raumbezüge Heranwachsender unter anderem verschiedene Urbanitätsbegriffe, Auffassungen von Stadt im Kontext von Darstellungsmedien wie etwa der Fotografie und des Films sowie verschiedene Modi der stadträumlichen Aufmerksamkeit diskutiert. Zehn exemplarische Aufgabenkonzeptionen führen abschließend die Erkenntnisse dieser Arbeit zusammen und machen beispielhaft, wie Raumbezüge zum kunstdidaktischen Ansatzpunkt für reflexive und praktische Auseinandersetzungen Lernender mit Stadt werden können.
 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführende Worte zur Arbeit
1.1.2 Die Struktur meines Vorgehens

1.2 Überblick über die Ergebnisse der vorliegenden Forschungsarbeit
1.2.1 Kunstpädagogische Grundlegung und Problemaufriss sowie sich daraus ergebende Forschungsfragen
1.2.2 Ergebnisse der ersten Klärung
1.2.3 Ergebnisse der zweiten Klärung
1.2.4 Ergebnisse der exemplarischen Anwendung
1.2.5 Ergebnisse der Schlussbetrachtung


2. Grundlegung und Strukturierung eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens

2.1 Kunstpädagogische Grundlegung
2.1.1 Kunstpädagogik und Lernen
2.1.2 Darstellen und Mitteilungsfunktion

2.2 Die Frage des Raums – Eine Problemskizze
2.2.1 Sozialraum, Handlungsorientierung, Subjektzentrierung und relationaler Raum
2.2.2 Lernen und Weltverhältnis
2.2.3 Bilanz: Schlussfolgerungen auf kunstpädagogischer Ebene
2.2.4 Forschungsfragen und Ausblick die vorliegende Arbeit

2.3 Erste Klärung: Der Mensch im Verhältnis zum Raum
2.3.1 Raum als zentrales Element des menschlichen Lebens
2.3.2 Erste Bilanz: Im Raum wohnen und die problematischen normativen Fehlschlüsse daraus
2.3.3 Architektonische, handelnde und erlebende Raumproduktion
2.3.4 Leiblichkeit und der Bezug zum Ich, Wir und Welt
2.3.5 Der Ort – Eine Begriffsumkreisung
2.3.6 Verortung und Konkretisierung im Raum
2.3.7 Zweite Bilanz: Hier und Dort, Damals und Jetzt

2.4 Erste Konklusion: Die Grundlegung eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens durch die anthropologische Reflexion räumlicher Weltverhältnisse

2.5 Zweite Klärung: Raumbezogene kunstpädagogische Lernprozesse
2.5.1 Lernen in einer räumlichen Wirklichkeit, die es gibt
2.5.2 Angesprochen werden, Antworten und Fragen stellen
2.5.3 Fragendes Antworten und seine Zusammenhänge
2.5.4 Gerichtete und geteilte Aufmerksamkeit
2.5.5 Bilanz: Darstellen und Darstellungen im Kontext eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens

2.6 Zweite Konklusion: Stellungnahme im Modus raumbezogenen Darstellens als Zielperspektive und sieben Eckpunkte als offene Struktur eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens


3. Exemplarische Anwendung am Beispiel des Stadtraums

3.1 Die Stadt – Eine Einführung
3.1.1 Die Stadt – Eine Begriffsumkreisung
3.1.2 Vorgefundene Raumverhältnisse
3.1.3 Der öffentlich Raum als Bühne des Alltags

3.2 Kinder und Jugendliche in Bezug zum Stadtraum
3.2.1 Jugendlicher und kindlicher Stadtraum
3.2.2 Raumaneignung als tragendes Paradigma in Forschung und Pädagogik
3.2.3 Raumaneignung als Grundlage für Bildung und Lernen
3.2.4 Erste Bilanz: Ergebnisse raumaneignungsbasierter Jugendforschung als Ressource kunstpädagogischen Nachdenkens und Handelns

3.3 Vom Ich und Wir
3.3.1 Die Einzelkämpfer und der Konsum
3.3.2 Wie wir leben wollen

3.4 Stadträumliche Aufmerksamkeit
3.4.1 Blickwinkel eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens
3.4.2 Personale Orientierung im Spektrum zwischen Schweifen und Aufsuchen
3.4.7 Die ‚Zone der Blicke‘
3.4.8 Bilanz: Blickrichtungen eines raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens am Beispiel des Stadtraums

3.5 Urbane Kunst und urbanes Lernen
3.5.1 Exemplarische Problematisierung der Übertragung des ergebnisabgewandten Forschungsansatzes von ‚urbaner Kunst‘ auf kunstpädagogische Zusammenhänge
3.5.2 Ästhetik, Atmosphäre, Erfahrung, Verschiebung und Verstehen
3.5.3 Bilanz: Der gemeinsame intentionale Bezug auf eine Sache

3.6 Perspektivierungen des Stadtraum als...
3.6.1 Stadt als Gestaltung
3.6.2 Stadt als Wahrnehmungsraum
3.6.3 Stadt als sozial geteilter Raum
3.6.4 Stadt als gesellschaftlicher Raum
3.6.5 Stadt als symbolisch bedeutsamer Raum
3.6.6 Stadt als öffentlicher Wohnraum
3.6.7 Stadt als historischer Raum
3.6.8 Stadt als Vorstellungsraum

3.7 Darstellungen von Stadtraum und Darstellen von/im Stadtraum
3.7.1 Einführung – Ein historisches Schlaglicht von der Malerei zur Fotografie
3.7.2 Darstellungen von Stadtraum als Antwortverhältnis am Beispiel des filmischen Bilds
3.7.3 Fragende Antwortverhältnisse am Beispiel künstlerischer Arbeiten im Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Stadtraum
3.7.4 Bilanz: Raumbezug und Angesprochen-werden durch Kunst

3.8 Darstellen von/im Stadtraum im Kontext raumbezogenen kunstpädagogischen Lernens
3.8.1 Ausrichtung der Aufmerksamkeit und fragendes Über-sich-Hinausgreifen
3.8.2 Inhalte und Mitteilungsfunktion
3.8.3 Perspektivierungen als Ausgangspunkt
3.8.4 Unterschiedliche Blickrichtungen
3.8.5 Artifizielle Orte im Stadtraum
3.8.6 Schlussbemerkung


4. Schlussbetrachtung

4.1 Rekapitulation der Forschungsfragen

4.2 Rekapitulation ausgewählter Aspekte der vorliegenden Forschungsergebnisse

4.3 Ausblick

4.4 Schlussbemerkung zur Sesshaftigkeit


Literaturverzeichnis
Onlinequellen
Abbildungsverzeichnis