Kunstpädagogik

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"Heute denken morgen fertig"

Die Künstlertheorie von Martin Kippenberger zur Vermittlung von Kunst

München 2014, 237 Seiten mit zahlr. farb. Abb.
ISBN 978-3-86736-198-9
18,80 EUR
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Produktbeschreibung

Die Studie entwirft ein umfassendes Bild des zeitgenössischen Künstlers Martin Kippenberger und re/konstruiert durch Analyse seiner Selbstdarstellungen und der vier Arbeitsweisen: Wiederholen, Fehler, Witz und Delegieren eine Künstlertheorie. Dabei werden weder der Künstler noch die Kunst heroisiert oder unkritisch adaptiert. Es geht nicht darum, im Kunstunterricht den Stil oder die Arbeitsweisen eines Künstlers zu kopieren, sondern sich diese anzueignen und die dahinter liegenden Konzeptionen zu verstehen und anzuwenden. So werden für den Kunstunterricht Ideen und Methoden aufgezeigt, um Themen zu ergreifen und zu bearbeiten, die Relevanz für die Schülerinnen und Schüler haben: Während ein Schüler sich mit der perspektivischen Zeichnung beschäftigt, lässt seine Banknachbarin ihren Onkel ihre konzeptionellen Ideen stricken. Der Autor entwickelt auf diese Weise aus der zeitgenössischen Kunst exemplarisch an Martin Kippenberger neue Impulse für die Kunstdidaktik.

Das Themenfeld für den Kunstunterricht ist mit Martin Kippenberger weit gesteckt. Wer mit Widersprüchen und Ambivalenzen arbeiten möchte, der findet hier Impulse, die Jugendliche zunächst verblüffen, dann aber begeistert aufnehmen werden.
Sabina LeÃźmann in BDK-Mitteilungen 4/.2014
 

Inhaltsverzeichnis

Dank
Vorbemerkungen

1 Einleitung „heute denken“

1.1 Problemstellung, Positionierung und Eingrenzung der Fragestellung
1.2 Leitfragen und Thesen
1.3 Materialbasis und Forschungsstand Künstlertheorie
1.4 Materialbasis und Forschungsstand Martin Kippenberger
1.5 Wege der Bearbeitung und Darstellung
1.5.1 Selbstdarstellung
1.5.2 Arbeitsweisen

2 Selbstdarstellung und Arbeitsweisen

2.1 Facetten der Selbstdarstellung
2.1.1 Bewusst provozierte Ambivalenzen in der Selbstdarstellung
2.1.2 Identifikation und Legitimation durch biografische Materialien
2.1.3 Affirmation, Neubildung und Bruch von Künstlerstereotypen
2.1.4 Ãśberlegungen zur Praxis: Facetten der Selbstdarstellung
2.2 Arbeitsweise: Wiederholen und Variieren
2.2.1 Wiederholungen aus der Kunst: Haltungen, Stile, Epochen
2.2.2 Verwendung von Originalen anderer Künstler
2.2.3 Wiederholungen aus dem Alltag und den Massenmedien
2.2.4 Selbstreferenzen und „Zweitverwertungen“
2.2.5 Serien, Multiples und Reproduktionen
2.2.6 Ãśberlegungen zur Praxis: Wiederholen und Variieren
2.3 Arbeitsweise: Fehler, Scheitern und Missverständnisse
2.3.1 Fehler als Thema
2.3.2 Fehler als Teil der künstlerischen Arbeit
2.3.3 Fehler als Element im Entstehungsprozess
2.3.4 Ãśberlegungen zur Praxis: Fehler, Scheitern und Missverständnisse
2.4 Arbeitsweise: Witz und Komik
2.4.1 Der verhinderte Witz: Untersuchungen anhand der Witzstrukturen nach Wenzel und Witztechniken nach Freud
2.4.2 Ãśberlegungen zur Praxis: Witz und Komik
2.5 Arbeitsweise: Involvieren, Kollaborieren und Delegieren
2.5.1 Involvieren
2.5.2 Kollaborieren
2.5.3 Delegieren
2.5.4 Ãśberlegungen zur Praxis: Involvieren, Kollaborieren und Delegieren

Schluss „morgen fertig“

Literaturverzeichnis
Abbildungen