Zeitschrift kjl&m | Einzelausgaben

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Diversität in Versen. Kinder- und jugendliterarische Versromane

kjl&m 23.1 | forschung.schule.bibliothek

München 2023 (Mitte Februar), 96 Seiten
11,00 EUR
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Produktbeschreibung

Kinder- und Jugendliteratur kommt in allen Formen und Farben daher. Das zeigen nicht zuletzt Versromane. Versromane stellen im deutschsprachigen Raum noch immer eine Ausnahme dar, wenngleich in den letzten Jahren einige Titel von bekannten und mehrfach prämierten Autor*innen viel Aufmerksamkeit erfahren haben. Diesem Trend, der sich – so meine gewagte Prognose – in den nächsten Jahren fortsetzen wird, widmet sich die erste Ausgabe der kjl&m im Jahr 2023. In den Beiträgen wird deutlich, dass gerade in den auf Deutsch publizierten Versromanen Diversität und damit verbunden Identität, gesellschaftliche Positionierung und wahrgenommene Differenz meist im Mittelpunkt stehen. Auch sind die Titel an sich ausgesprochen vielfältig. So dreht sich Sarah Michaela Orlovskýs Versroman Eine halbe Banane und die Ordnung der Welt, mit dem sich Iris Gassenbauer befasst, um Trauerprozesse, und auch in Elisabeth Steinkellners Esther und Salomon, mit dem sich Anna Stemmann auseinandersetzt, werden Traumata behandelt. Im Beitrag von Elodie Malanda geht es wiederum am Beispiel von Chantal-Fleur Sandjons Die Sonne, so strahlend und Schwarz um afroqueere Identitätskonfigurationen. Claudia Sackl analysiert Long Way Down von Jason Reynolds aus der Perspektive der Critical Race Narratology. Heike Elisabeth Jüngst beschäftigt sich mit Uwe-Michael Gutzschhahns Ãśbersetzungen bzw. Nachdichtungen von kinderliterarischen Versromanen. Eine davon, nämlich Robert Paul Westons und Vìctor Rivas Zorgamazoo, steht neben Edward van de Vendels und Mattias De Leeuws Lena und das Geheimnis der blauen Hirsche auch im Mittelpunkt von Alexandra Ritters Untersuchung tierischer Kinderbücher in Versform. Damit befasst sich auch Sebastian Schmideler, der kinderliterarischen Tierepen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Zahn fühlt. Das Interview führte ich mit Nils Mohl, dessen in Versform verfasstes Buch An die, die wir nicht werden wollen 2021 erschienen ist.
Auch das Spektrum kommt lyrisch daher: Claudia Soeffner stellt den Kinder-Kalender der Internationalen Jugendbibliothek vor.
(aus dem Editorial von Julia Benner)
 

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Julia Benner
Einführung: Dem kinder- und jugendliterarischen Versroman auf den Fersen

Claudia Sackl
Versatile In[ter]ventionen
Perspektiven einer Critical Race Narratology im jugendliterarischen Versroman

Anna Stemmann
Erzählen als Flickendecke?
Elisabeth Steinkellners Versroman Esther und Salomon

Élodie Malanda
„Vielfalten beheimaten“
Afroqueere Identitätskonstruktionen in Die Sonne so strahlend und Schwarz und The Black Flamingo

Iris Gassenbauer
Ãśber Schweigen, Stille und blinde Katzen
Artikulation der Geschwistertrauer in Sarah Michaela Orlovskýs Versroman Eine halbe Banane und die Ordnung der Welt

Alexandra Ritter
Ãśbernatürliches in Verse kleiden
Fantastische Kinderromane in Versform

Heike Elisabeth Jüngst
Uwe-Michael Gutzschhahns Ãśbersetzungen von Versromanen: Robert Paul Westons Zorgamazoo und Steven Herricks By the River

Sebastian Schmideler
Arbeit am Vers, Arbeit am Epos
Das komische Tierepos in der Kinder- und Jugendliteratur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Kurz Gefragt
Interview mit Niels Mohl


Spektrum

Claudia Soeffner
Der Kinder Kalender – Illustrierte Kinderlyrik aus aller Welt


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