Kunstpädagogik

cover

Bewegtbilder und Kunstunterricht

Eine ideengeschichtliche Untersuchung von den Anfängen der Bewegtbilder bis heute

München 2019 (März), 345 Seiten
ISBN 978-3-86736-519-2
26,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Im Verlagsprogramm unter

Produktbeschreibung

Im Bildungskontext gewinnen Bewegtbilder zunehmend an Bedeutung. Seit Erfindung der Kinematografie gehören sie zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Entsprechend war das Kino fast von Beginn an Gegenstand pädagogischer Auseinandersetzung. Auch Kunstlehrende haben sich immer wieder – anfangs meist skeptisch – zum künstlerischen Wert des Films geäußert und vor allem vor möglichen Gefahren der Rezeption ›falscher‹ Filme gewarnt. Aber erstaunlich früh wurden schon vereinzelt Konzepte zum produktiven, rezeptiven und reflexiven Umgang mit Bewegtbildern im Unterricht entwickelt.

In einer umfassenden chronologischen Darstellung stellt Friederike Rückert im jeweiligen bildungs- und mediengeschichtlichen Kontext dar, wie sich bewegtbildbezogene kunst- und medienpädagogische Konzepte entwickeln und auf die Entwicklung der sich ausdifferenzierenden Bewegtbildmedien reagieren. Dabei schließt sie Lücken in der Geschichte der Kunstpädagogik und zeigt in Vergessenheit geratene Positionen auf. Diese Konzepte – und deren jeweilige Praxis – werden im Hinblick auf ihre heutige Aktualität befragt und evaluiert. Daraus entsteht ein Anforderungsprofil für eine zeitgemäße Bewegtbildlehre im Kunstunterricht.

Friederike Rückert ist hauptamtliche Studienleiterin und Landesfachberaterin Kunst am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein. Von 2013 bis 2019 war sie Mitarbeiterin der Kunstdidaktik am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Außerdem ist sie Filmemacherin und diplomierte Medienkünstlerin.
 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort


1 In Bewegung: Film, Bildung und Bilder

1.1 Zu dieser Arbeit

1.2 Zur Terminologie
1.2.1 Vom Bild zum Bewegtbild
1.2.2 Von der Filmbildung zur Bewegtbildkompetenz


2 Bewegtbilder in der Geschichte der Kunstpädagogik

2.1 Forschungsstand und Vorgehensweise

2.2 Entwicklung des Bewegtbildes und seiner pädagogischen
Verarbeitung bis Ende der 1960er Jahre
2.2.1 Präfilmische Formen
2.2.2 Die ›Geburtsstunde des Kinos‹
2.2.3 Vom Reichslichtspielgesetz bis zum frühen Tonfilm –
Die 1920er Jahre
2.2.4 Film und Unterricht im Umfeld des deutschen Faschismus –
Die 1930er und 1940er Jahre
2.2.5 Fernsehen und Kino in den 1950er Jahren
2.2.6 Ein langsames Ankommen in der Schule: Die 1960er Jahre
2.2.7 Auswirkungen auf die Kunstpädagogik

2.3 1970 bis 2008
2.3.1 Die 1970er Jahre als Hochphase der Film- und Medienarbeit
2.3.2 Der Beginn der Digitalisierung: Die 1980er Jahre
2.3.3 Die 1990er Jahre
2.3.4 Der Beginn des neuen Jahrtausends
2.3.5 Zusammenfassung


3 Filmbildung, Kunstunterricht und Bewegtbilder nach 2008

3.1 Bewegtbilder nach 2008

3.2 Tendenzen in der außer- und innerschulischen Film- und
Medienbildung

3.3 Bild- und Medienkompetenz in der Kunstpädagogik

3.4 Bewegtbilder im Fach Kunst
3.4.1 Bildungspläne für das Fach Kunst
3.4.2 Lehrwerke für das Fach Kunst
3.4.3 Film in Fachzeitschriften, Themenheften und Handbüchern
3.4.4 Bewegtbilder in Kunstdidaktiken und Referenzrahmen
3.4.5 Zusammenfassung

3.5 Abgrenzung zu anderen aktuellen Herangehensweisen
3.5.1 Filmbildung als Teil der Medienbildung
3.5.2 Filmbildung durch (Kino-)Spielfilme
3.5.3 Allgemeine Filmbildungskonzepte
3.5.4 Filme im Deutschunterricht
3.5.5 Ergebnisse

3.6 Zusammenfassung der aktuellen Situation

3.7 Perspektiven für weiterführende Untersuchungen


4 Schluss: Bewegtbildkompetenz

4.1 Erkenntnisse aus der historischen Darstellung

4.2 Ausblick


5 Anhang

5.1 Literatur

5.2 Personen- und Werkverzeichnis