Zeitschrift merz | Einzelhefte

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Produktbeschreibung

Ein Netz gesponnen aus Medien umgibt uns zu Beginn des 21. Jahrhunderts; inwieweit wir darin gefangen sind, hängt von unserer jeweiligen Fähigkeit ab, mit den uns von den Medien gebotenen Inhalten umzugehen. Und das muss nicht heiÃźen, dass insbesondere Erwachsene aufgrund ihrer Lebenserfahrung damit kompetenter verfahren als Jüngere.

Dennoch haben es natürlich die Kleinsten unter den Heranwachsenden am schwersten, sich dem Zugriff der medialen Botschaften zu entziehen, bieten sie doch viele schöne unterhaltsame Dinge an, die die Zeit vertreiben. Und darin unterscheidet sich Kindheit heute fundamental von Kindheit um die 1950er Jahre: Medien in der heutigen Vielfalt gab es zum einen noch gar nicht, und zum anderen war die Zielgruppe Kind noch nicht geboren beziehungsweise erfunden. Von einigen Aspekten dieser Entwicklung handelt der Thementeil dieses Heftes.

Andreas Lange beginnt mit einer soziologischen Skizze, in der er die gesellschaftlichen Entwicklungen und die sich daraus ableitenden Veränderungen von Kindheit in den letzten fünfzig Jahren beleuchtet. Nicht auszuklammern sind dabei die Medien, denn zu den bevorzugten Konsumobjekten gehören mittlerweile die Produkte des Medienverbundes. Speziell mit Angeboten für Klein- und Vorschulkinder hat sich Michael Gurt befasst. Er ist einigen Fragen zu Sinn und Zweck solcher Angebote nachgegangen und gibt einen einführenden Ãśberblick, der sich als Orientierung anbietet. Zum Umgang Heranwachsender mit Konvergenz im Medienensemble wird derzeit eine Studie durchgeführt, deren Ergebnisse des ersten Untersuchungsabschnitt nun vorliegen. Dazu stellte Anne-Kathrin Kaelcke für merz Fragen an Ulrike Wagner, die an dieser Untersuchung mitarbeitet. Geldbeziehungen bestimmen bis in die letzte Faser der Privatsphäre hinein unser Leben. Wie sehr und anhand von Beispielen aus dem Fernseh- und Internetbereich zeigt Christine Feil in ihrem Beitrag zur Kommerzialisierung von Kindheit. Nadine Kloos, die sich in der Redaktion des FLIMMO mit dem gesamten Kindermedienmarkt beschäftigt, hat für dieses Heft kurze Statements von Kindern und Medienmachern zur Frage „Was macht ein gutes, interessantes Produkt aus?“ eingeholt. Lose über den Thementeil verteilt sind jeweils die Antworten zu den Bereichen Fernsehen, Film, Internet, Spiele, etc.
 

Inhaltsverzeichnis

aktuell >>
> Brutaler Harry Potter
> Jugendliche Fernsehinteressen
> Jugendschutz im ZDF
> KI.KA länger auf Sendung
> Mein Freund, das Fernsehen
> Online-Studien
> Verein zur Förderung der Medienkompetenz in Gründung

thema >>
> Andreas Lange: Kindsein im Ãśbergang von der fordistischen zur postfordistischen Gesellschaft
> Christine Feil: Kommerzialisierung der Kindheit und Marktintegration der Kinder
> Michael Gurt: Medienangebote für Klein- und Vorschulkinder
> Zum Umgang Heranwachsender mit Konvergenz im Medienensemble

spektrum >>
> Daniela Kloock: Der Schriftgläubige
> Gudrun Marci-Boehncke / Matthias Rath: Wie gut ist, was Kinder sehen? Wie sehen Kinder gut?
> Jörg Knobloch: Harry Potter™ – vom Kinderbuchhelden zum Film-Idol und zur geschützten Marke
> Sascha Düx: Charme auf den Schirm!

medienreport >>
> Daniela Schmohl: Zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
> Danilo Dietsch / Fabian Fiedler: Schnipp-Schnapp-Audioschnitt
> Hans Ulrich Grunder/Ruth Graf: Drei Irrläufer
> Hartmut Warkus / Thomas Jacob: Rätselhafte Geschichten
> Michael Bloech: Science Fiction - Ein Horrorthriller für Kinder!
> Michael Bloech: Videoschnitt: Alles ganz easy, oder?
> Tilmann P. Gangloff: Viel MittelmaÃź - BloÃź keine Experimente

publikationen >>
> Art Directors Club für Deutschland (Hg.): ADC-Buch 2003
> bildung+medien SPEZIAL
> Carlo Collodi: Pinocchio
> Fachlexikon Computer
> Gabriele Mackert, et al. (Hg.): Attack! Kunst und Krieg in den Zeiten der Medien
> Hanne Landbeck: Generation Soap. Mit deutschen Seifenopern auf dem Weg zum Glück.
> Hartwig Weber, Sor Sara Sierra J.: Narben auf meiner Haut
> Lexikon des Internationalen Films
> Margit Frölich /Reinhard Middel / Karsten Visarius (Hg.): Alles wird gut
> Mechthild von Schoenebeck / Gunther ReiÃź / Justus Noll: Musiklexikon.
> Nathalie IvÃˇnyi / Jo Reichertz: Liebe (wie) im Fernsehen
> Susan Sontag: Das Leiden anderer betrachten
> Thomas Feibel: Der Kinder-Software-Ratgeber
> Ulrich J. Klaus: Deutsche Tonfilme
> Ute Eskildsen (Hg.): Beruf: Fotografin
> Walter Seitter: Physik der Medien.

kolumne >>
> Klaus Lutz
: Mediengewalt und ihre Folgen