Medien im Deutschunterricht Beiträge zur Forschung

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Wahrnehmung - Sprache - Beobachtung

Eine Deutschdidaktik bilddominierter Medienangebote

Band 2; München 2005, 360 Seiten
ISBN 978-3-938028-46-9
22,80 EUR
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Produktbeschreibung

In einer zusehends visuell geprägten Kultur wird das „Lesen“ von Bildern eine Erziehungsaufgabe. Auf das Erfordernis visueller Kompetenz antwortet die hier vorgeschlagene Deutschdidaktik bilddominierter Medienangebote. Ihr Augenmerk richtet sich auf Kinofilme des Mainstreams, auf Fernsehwerbung und Videoclips.

Durch sprachlich-kommunikative Anschlüsse wird die Semiotik solcher Texte erschlossen, werden ästhetischer Genuss und reflexive Distanz vermittelt, wird Wahrnehmung in Beobachtung überführt.

Dabei wird das Konzept einer sprachgeleiteten Wahrnehmungsbildung durch Praxisdokumentationen für alle Schulstufen veranschaulicht.
 

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung


1 Wirklichkeiten der Medien


1.1 Medienbegriffe

1.2 Medienentwicklungen

1.3 Neue Medien: Angebote und Nutzungsdispositive
1.3.1 Kinofilme
1.3.2 Musikvideoclips
1.3.3 Werbung

1.4 Medienrezeption

1.5 Medienprobleme
1.5.1 Verallgemeinerung einer selektiv-flüchtigen Wahrnehmungshaltung
1.5.2 Ontologisierung der Bilder
1.5.3 Desorientierung und Indifferenz in Raum und Zeit
1.5.4 Politische Apathie und gesellschaftliche Desintegration
1.5.5 Zusammenfassung: Ästhetische, psychische, soziale, politische Anästhetik

1.6 Zusammenfassung, Folgerungen, Positionierungen


2 Gegenoptionen zur Medialisierung, Grundrisse des Konzepts

2.1 Gegenoptionen
2.1.1 „Visuelle Kommunikation“ und Ideologiekritik
2.1.2 Rückzüge: Körperlichkeit, Sinnlichkeit, Schule als Schonraum
2.1.3 Handlungsorientierte Medienpädagogik
2.1.3.1 Tulodziecki: Medien in Erziehung und Bildung (³1997)
2.1.3.2 Röll: Mythen und Symbole in populären Medien (1998)
2.1.3.3 Zusammenfassung und Erweiterungen

2.2 Grundrisse einer sprachgeleiteten Wahrnehmungsbildung
2.2.1 Hintergrund: Medienkultur, Problemlagen und partiale Gegenoptionen
2.2.2 Ziel: sprachgeleitete Wahrnehmungsbildung
2.2.3 Bausteine einer sprachgeleiteten Wahrnehmungsbildung
2.2.3.1 Erweiterter Textbegriff und neue Gegenstände
2.2.3.2 Erweiterter Lesebegriff
2.2.3.3 Sprachlichkeit der Beobachtung von Medienangeboten

2.3 Zusammenfassung


3 Sprachlichkeit und Beobachtung

3.1 Sprachlichkeit in der Kognition

3.2 Sprachlichkeit in der Kommunikation
3.2.1 Metaphern und imaginative Rationalität (Lakoff / Johnson 1980)
3.2.2 Sprache, Common sense, Konsensualität (Feilke 1994, 1996)

3.3 Zusammenfassung


4 Beobachtung und Semiotik

4.1 Vom unimedialen Text zur multimedialen, bewegten, emergenten Textur

4.2 Vom Lesen zum Beobachten von / mit Codes
4.2.1 Codes als Zeichensysteme und Zuordnungsvorschriften
4.2.2 Die Code-Theorie von Umberto Eco
4.2.3 Lesen als Beobachten von Zeichensystemen und ihren Codifizierungen

4.3 Zusammenfassung


5 Präzisierungen und Mehrwerte des Konzepts

5.1 Sprachgeleitete Beobachtung bilddominierter Medienangebote – Präzisierungen
5.1.1 Selbst- und Fremdverständigung über Medienangebote
5.1.2 Texte und Textumgang
5.1.3 Angezielte Kompetenzen
5.1.3.1 Medienkompetenz(en)
5.1.3.2 Visual literacy
5.1.3.3 Sprachbezug
5.1.4 Zusammenfassung und Ãśberleitung

5.2 Schreiben zu Bildern
5.2.1 Die traditionelle Bildbeschreibung
5.2.2 Bilder und kreatives Schreiben
5.2.3 Erhellung des Alltags durch Kunst (Wermke 1989, 1992)
5.2.4 Zusammenfassung und Wertung

5.3 Film in Deutschdidaktik und –unterricht
5.3.1 Analytisch geprägter Umgang
5.3.2 Vorstellungsbildender Umgang
5.3.3 Zusammenfassung und Wertung

5.4 Umgang mit Videoclips
5.4.1 Religiöse Zeichen und Symbole analysieren (Kubik)
5.4.2 Schreiben zu einem Videoclip (NeuÃź 1998)
5.4.3 Die Machart eines Videoclips durchschauen (Matthias 1999)
5.4.4 Symbolverstehen durch deskriptive Verfahren (Zabka 2001)
5.4.5 Zusammenfassung und Wertung

5.5 Umgang mit Werbung
5.5.1 Fokus auf Sprache und Wirkungen (Menzel 1991)
5.5.2 Fokus auf Zeichenaspekte und Funktionen (Gast 1994)
5.5.3 Zusammenfassung und Wertung

5.6 Text, Bild, visuelle Kompetenz (Doelker 1997)
5.6.1 Wort- und Bildtexte, Textbedeutungen
5.6.2 Entwicklungsstufen und Codes
5.6.3 Visuelle Kompetenz
5.6.4 Zusammenfassung und Wertung

5.7 Semiotik und Identitätsorientierung im literarischen Verstehen (Spinner [Hrsg.] 1977 und 1980)
5.7.1 Zur Semiotik literarischen Verstehens
5.7.2 Identitätsorientierung
5.7.3 Zusammenfassung und Wertung

5.8 Zusammenfassung


6 Texturen und ihre semiotische Codifizierung

6.1 Spielfilme
6.1.1 Twister (1996)
6.1.2 Matrix (Teil 1, 1999)

6.2 Musikvideoclips
6.2.1 Shakira: Whenever, Wherever
6.2.2 Die Moderation
6.2.3 JXL & Elvis: A Little Less Conversation
6.2.4 Eminem: Without Me
6.2.5 Fazit

6.3 Fernsehwerbung
6.3.1 Werbespots und ihre Kontexte
6.3.2 Rekurrente Phänomene
6.3.3 Einzelbeispiele
6.3.3.1 Manhattan (Eiscreme)
6.3.3.2 Oral B (Zahnbürste)
6.3.3.3 Kinderpingui (Milchdessert)
6.3.4 Fazit

6.4 Zusammenfassung


7 Praxisbeispiele

7.1 Allgemeines
7.1.1 Die Fallstudie als didaktische Feldforschung
7.1.2 Zu den vorliegenden Erprobungen

7.2 Der Kinofilm Twister in einer 9. Jahrgangsstufe (Gymnasium)
7.2.1 Anmerkungen zur Klasse, zu Unterrichtsräumen, zur Ausstattung
7.2.2 Die Sequenz im Ãśberblick
7.2.3 Einheit 1: Rezeption des Filmtextes, Abstecken des Beobachtungsfeldes
7.2.4 Einheiten 2 und 3: Anschluss sprachlicher Korrelate
7.2.5 Einheit 4: Aushandlung der Korrelate per Kommentierung / Erhebung über Filmerfahrungen
7.2.6 Einheit 5: Schlussplenum über ausgewählte Beobachtungen
7.2.7 Evaluation
7.2.8 Fazit

7.3 Musikvideoclips in einem Seminar (bzw. Sekundarstufe II)
7.3.1 Anmerkungen zur Gruppe, zu Unterrichtsräumen, zur Ausstattung
7.3.2 Die Sequenz im Ãśberblick
7.3.3 Einheit 1: Wahrnehmung eines MTV-Auszugs, Abstecken des Beobachtungsfeldes
7.3.4 Einheit 2: Beobachtung durch Anschluss sprachlicher Korrelate
7.3.5 Einheit 3: Aushandlung der Korrelate per Kommentierung
7.3.6 Einheit 4: Kommunikation über ausgewählte Beobachtungen
7.3.7 Evaluation
7.3.8 Fazit

7.4 Fernsehwerbung in einer 3. Jahrgangsstufe
7.4.1 Anmerkungen zur Klasse, zu Unterrichtsräumen, zur Ausstattung
7.4.2 Die Sequenz im Ãśberblick
7.4.3 Einheit 1: „Imaginatives Wahrnehmen“ von Einzelbildern / Fragebogen
7.4.4 Einheit 2: Rezeption und Reflexion der Korrelate
7.4.5 Einheit 3: Arbeit an einer längeren Programmsequenz
7.4.6 Einheit 4: Beobachtung ästhetischer Mehrwerte
7.4.7 Einheit 5: Schlussreflexion über Werbung und Feedback zum Unterricht
7.4.8 Fazit
Zusammenfassung


8 Schlussbeobachtungen


Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen