Zeitschrift merz | Einzelhefte

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Produktbeschreibung

Seit etwa einem Jahr bietet der aus Israel stammende Sender BabyTV sein Programm auch in Deutschland an. Noch ist er nur über Kabel in Baden-Württemberg und auch nur in englischer Sprache zu empfangen. Anvisiert wird aber, das Angebot 2007 auszuweiten und dann auch auf Deutsch zu senden (vgl. Interview mit Maya Talit, S. 39). BabyTV richtet sich an Babys und Klein-kinder und an deren Eltern, für die rund um die Uhr, also 24 Stunden am Tag Fernsehen angeboten wird. Glaubt man Programmverantwortlichen für Kinderprogramm in Deutschland wird es für Kinder unter zwei Jahren in näherer Zukunft kein weiteres Angebot neben BabyTV geben. Das Fernsehen ist aber nicht der einzige Weg, auf dem die Jüngsten mit Medien in Berührung kommen. Neben Musikkassetten bzw. CDs mit Kinderliedern oder klassischer Musik gibt es Hörkassetten, interaktive Bilderbücher, DVDs und natürlich auch Lerncomputer, die laut Werbung dem Kleinkind nicht nur nicht schaden, sondern seiner Entwicklung sogar förderlich sind. In Anbetracht von PISA und IGLU fallen solche Angebote bei Eltern auf fruchtbaren Boden. Sie wollen nicht schuld daran sein, dass ihr Kind später möglicherweise aufgrund mangelnder Bildung auf dem immer härter umkämpften Arbeitsmarkt den Kürzeren zieht und sind froh, in den Medien einen Partner zu finden, der ihnen sagt, wo sie ansetzen können, um die Entwicklung der kognitiven oder sozialen Kompetenzen ihrer Kinder möglichst frühzeitig zu unterstützen. Mit der vorliegenden merz wird die aktuelle Diskussion zu Medienangeboten für Kleinkinder gebündelt. Es kommen unterschiedliche Perspektiven auf das Thema zum Ausdruck, der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Fernsehen.
Einleitend geht Dieter Spanhel darauf ein, wie Kinder von Anfang an im Kontext des familiären Alltags grundlegende Medienkompetenzen entwickeln. In einem Interview erläutert die Entwicklungspsychologin und Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik München Fabienne Becker-Stoll anschlieÃźend die neurobiologischen Vorgänge im Gehirn eines Kleinkinds bei der Auseinandersetzung mit Medien und zieht daraus Schlussfolgerungen im Hinblick auf den Umgang mit Medien in den ersten Lebensjahren. Sandra Fleischer und Julia Haas widmen sich in einem weiteren Artikel der Rolle des Kinderfernsehens seit den Anfängen bis heute. Dieser Beitrag wird flankiert von einem Interview mit Frank Beckmann, dem Programmgeschäftsführer des KI.KA. Der KI.KA feiert dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag. Während anfangs Kinder ab drei Jahren angesprochen werden sollten, gehören mittlerweile auch Zweijährige zur Zielgruppe. Darunter geht nur BabyTV. Michael Bloech hat den Sender aus diesem Grund aus medienpädagogischer Perspektive analysiert. AbschlieÃźend kommt Maya Talit, Director of Marketing and Communications bei BabyTV, zu Wort. Sie erläutert das Konzept, das hinter BabyTV steckt und macht deutlich, warum das Programm eine sinnvolle Unterstützung der elterlichen Erziehung sein kann.
 

Inhaltsverzeichnis

aktuell >>

aktuell
Nachruf Günter Vogg
stichwort Web 2.0
Zwei Chroniken eines kurzfristig angekündigten Todes


thema >>

BabyTV – Ein Programm für altersgerechte und entwicklungsfördernde Unterhaltung
Dieter Spanhel: Bedeutung der Medien in den ersten Lebensjahren
Fernsehen für die Kleinsten? Eine Einschätzung aus neurobiologischer Perspektive
Michael Bloech: Nichts für Babys - BabyTV
Möglichkeiten und Grenzen des Kinderfernsehens
Sandra Fleischer und Julia Haas: Kleinkinder im Visier der Fernsehmacher


spektrum >>

Andreas Korn: Computerspiele – Bildästhetik und Medien im Wandel
Christina Schachtner und Monika Neumayer: Peacewiki - Reflexionen über eine virtuelle Lernumgebung
Helga Theunert und Ulrike Wagner: Neue Wege durch die konvergente Medienwelt
Insa Welle: Medienerziehung in der Grundschule


medienreport >>

Birgit Siehl: Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler
Christina Oberst-Hundt: Brüssel - rundfunkpolitisch gesehen
Daniel Amman: Reise durch den Körper
Elisabeth Jäcklein, Birgit Siehl, Andrea Krüger: Englisch lernen leicht gemacht
Katrin Demmler: Prinzessin Lillifee
Michael Grisko: Ratlos in Deutschland: „Help TV – Der Sender, der die Antworten kennt“
Tatjana Hampe: Milli-Metha
Tatjana Hampe: Ramadan
Tilmann P. Gangloff: KI.KA wird zehn Jahre alt und rüstet sich fürs Fernsehen von morgen


publikationen >>

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.: Kind Jugend Gesellschaft – Kinder (arbeit) im Film
Daniel, Ute (Hg.): Augenzeugen. Kriegsberichterstattung vom 18 zum 21. Jahrhundert
Ebermann, Thomas : Maecenata Stiftungsführer 2005
Germann, Heide/Bergmann, Katja/Brandt, Susanne/Gröning, Karen/Gröning, Willy: Töne für Kinder und Jugendliche – Kassetten und CDs im kommentierten Ãśberblick
Götz, Maya (Hg.): Mit Pokémon in Harry Potters Welt-Medien in den Fantasien von Kindern
JFC Medienzentrum Köln (Hg.): MedienConcret - Retro-Perspektiven, 30 Jahre Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen
Misoch, Sabina: Online-Kommunikation
Müller, Eggo/Schwier, Jürgen (Hg.): MedienfuÃźball im europäischen Vergleich. Sportkommunikation
Pongratz, Gregor (Hg.): Spielfilm-Interpretation und ‚spielerische’ Film-Gestaltung mit Musik. Filmpädagogik aus hermeneutisch-phänomenologischer Perspektive
Schramm, Holger: Moodmanagement durch Musik. Die alltägliche Nutzung von Musik zur Regulierung von Stimmungen
Spanhel, Dieter: Handbuch Medienpädagogik – Band 3: Medienerziehung
Strüber, Sebastian: Computerspiel als Aggressor?-Eine Studie über die Wirkung von Gewalt in den Medien am Fallbesispiel Counterstrike
Theunert, Helga (Hg.): Bilderwelten im Kopf: Interdisziplinäre Zugänge
Weber, Mathias (Hg.): Das Web-Adressbuch für Deutschland 2007 – die 6000 wichtigsten deutschen Internetadressen


kolumne >>

Günther Anfang: BKJ, KuPoGe und KS-Muc